Zwei Schweizer in den Top Ten – Muffat-Jeandet Kombi-Sieger in Wengen

SKI ALPIN ⋅ Victor Muffat-Jeandet heisst der Sieger der Kombination in Wengen. Der Franzose, nach der Abfahrt nur 27., holt sich den ersten Weltcupsieg mit 0,96 Sekunden Vorsprung vor Pawel Trichitschew.
Aktualisiert: 
12.01.2018, 15:46
12. Januar 2018, 11:41

Hinter dem Premierensieger aus Frankreich sowie dem sensationellen Russen komplettierte Peter Fill das Podest im Berner Oberland. Damit sicherte sich der Italiener, der beste Abfahrer der letzten zwei Saisons, auch gleich die erste Kristallkugel des Winters.

Fill gewann die aus nur zwei Rennen bestehende Disziplinenwertung in der Kombination mit 140 Punkten vor Kjetil Jansrud (110). Der Norweger klassierte sich in Wengen mit einem Hundertstel Rückstand auf Fill als Vierter. Der Franzose Alexis Pinturault, in den letzten zwei Jahren jeweils Gewinner der Kristallkugel, verzichtete im Berner Oberland auf den Start zur Kombination.

Caviezel knapp nicht in Top 3

Wie vor zwei Wochen in Bormio, als Pinturault gewonnen hatte, war Mauro Caviezel erneut der beste Schweizer Kombinierer. Dem 4. Rang im Veltlin liess er am Lauberhorn den 6. Platz folgen. Der Bündner verlor auf Sieger Muffat-Jeandet 1,23 Sekunden. Zu seiner zweiten Podestplatzierung im Weltcup fehlten ihm in Wengen nur gerade acht Hundertstel. Gleich hinter dem WM-Dritten von St. Moritz reihte sich der Walliser Justin Murisier als Siebenter ein.

Der Obwaldner Marc Gisin, nach halbem Pensum als Neunter bester Schweizer, fädelte im Slalom ein. Von den acht Swiss-Ski-Fahrern, die nach der Abfahrt in den Top 30 klassiert gewesen waren, schieden neben Gisin auch Gian Luca Barandun, Stefan Rogentin, Gilles Roulin und Luca Aerni aus. Dem Berner Kombinations-Weltmeister war nach glänzender Abfahrts-Leistung (20. Platz) gar der erste Weltcupsieg zugetraut worden.

Nach der Abfahrt am Morgen hatte der Österreicher Vincent Kriechmayr mit 0,59 Sekunden Vorsprung vor seinem Landsmann Hannes Reichelt geführt. Dieser startete jedoch erwartungsgemäss nicht zum Slalom. Kriechmayr schied wie sieben weitere Fahrer der Top 30 nach der Abfahrt aus.

Am Samstag steht in Wengen die traditionelle Lauberhornabfahrt auf dem Programm (12.30 Uhr). Zum Abschluss am Sonntag folgt der Slalom (Start 1. Lauf 10.15 Uhr).

Wengen. Weltcup-Kombination der Männer: 1. Victor Muffat-Jeandet (FRA) 2:35,29. 2. Pawel Trichitschew (RUS) 0,96 zurück. 3. Peter Fill (ITA) 1,15. 4. Kjetil Jansrud (NOR) 1,16. 5. Dominik Paris (ITA) 1,18. 6. Mauro Caviezel (SUI) 1,23. 7. Justin Murisier (SUI) 1,30. 8. Matthias Mayer (AUT) 1,37. 9. Bryce Bennett (USA) 1,45. 10. Aleksander Kilde (NOR) 1,50. Ferner: 21. Nils Mani (SUI) 3,13. 37. Ralph Weber (SUI) 6,02. (sda)

  • Am <strong>Start</strong> auf 2315 Metern über Meer: Faszinierender Panoramablick auf Eiger, Mönch und Jungfrau (© Peter Schneider / Keystone)
  • Der obere Teil der 4480 Meter langen Strecke ist relativ flach und setzt sich aus Gleitpassagen und langgezogenen Kurven zusammen. Gewicht und gut präparierter Ski ist hier wichtig. Nach 20 Sekunden folgt der <strong>Russi-Sprung</strong> (nicht im Bild), 1988 von Bernhard Russi erbaut. (© Jean-Christoph Bott / Keystone)
  • Innert fünf Sekunden steigt das Tempo im <strong>Traversenschuss</strong> von 100 auf 130 km/h. Der Schuss ist in einer leichten Schlangenbewegung angelegt. Die Herausforderung liegt in der Aerodynamik, der tiefen Hocke des Rennfahrers und der perfekten Linie. (© Verein Lauberhornrennen)

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