Shiffrin wieder eine Klasse für sich

SKI ALPIN ⋅ Wendy Holdener verpasst beim Weltcup-Slalom in Are als Siebte einen Podestplatz um 43 Hundertstel. Mikaela Shiffrin holt sich überlegen ihren fünften Saisonsieg, den vierten im Slalom.

  • Alpine Skiing World Cup in Are

Beim Weltcup-Slalom der Frauen in Are verpasst Wendy Holdener als Siebte einen Podestplatz um 43 Hundertstel. Mikaela Shiffrin holt sich überlegen ihren fünften Saisonsieg, den vierten im Slalom.

1,41 Sekunden betrug am Ende der Vorsprung von Slalom-Olympiasiegerin und -Weltmeisterin Shiffrin auf die zweitklassierte Slowakin Veronika Velez Zuzulova. Gar schon mehr als zwei Sekunden lag die Tschechin Sarka Strachova hinter der Amerikanerin zurück. Shiffrin fuhr am Tag nach ihrem 20. Geburtstag zweimal Laufbestzeit.

Nach ihrem 14. Weltcupsieg präsentiert sich für Shiffrin auch die Ausgangslage im Kampf um die kleine Kristallkugel sehr vielversprechend. Sie besitzt nun 90 Punkte Vorsprung vor der Schwedin Frida Hansdotter, die in ihrem Heimatrennen nur Sechste wurde. Beim letzten Slalom des Winters in der kommenden Woche in Méribel reicht Shiffrin auch bei einem Sieg von Hansdotter ein 15. Platz zum Gewinn der Disziplinen-Wertung.

Holdener verlor 2,58 Sekunden auf die Dominatorin der Szene und klassierte sich im 7. Rang. Diese Position hatte die Schweizer Slalom-Leaderin in Are schon nach halbem Pensum innegehabt, mit nur vier Zehnteln Rückstand auf die zu diesem Zeitpunkt zweitklassierte Strachova. Doch aus Holdeners angestrebtem Vorstoss in die Top 3 wurde im Finaldurchgang wegen eines grösseren Patzers nichts.

Weltcup-Punkte gab es aus Schweizer Sicht einzig noch für Denise Feierabend (18. Platz), die im zweiten Lauf die fünftbeste Zeit fuhr. Michelle Gisin hingegen - 22. am Morgen - schied im Final durch einen Einfädler aus. Die weiteren Schweizer Starterinnen Charlotte Chable und Elena Stoffel (bei ihrem Weltcup-Debüt) schieden schon im ersten Lauf aus.

Anna Fenninger, die Riesenslalom-Siegerin vom Vortag, verzichtete trotz dem engen Duell um den Sieg im Gesamtweltcup gegen die Slowenin Tina Maze auf einen Start zum Slalom. Die Titelverteidigerin aus Österreich zog einen Ruhetag mehr den in ihrer schwächsten Disziplin eher geringen Aussichten auf (viele) Weltcup-Punkte vor.

Maze ihrerseits, hinter Shiffrin und Hansdotter immerhin die drittbeste Slalom-Fahrerin des Winters, klassierte sich am Samstag nur im 16. Rang, mit über drei Sekunden Rückstand auf Shiffrin. Damit behielt Fenninger vor dem Weltcup-Finale von kommender Woche in Méribel (Fr) ihre Führung in der Overall-Wertung mit noch 30 Punkten Vorsprung (1341:1311).

Are (Sd). Weltcup-Slalom der Frauen: 1. Mikaela Shiffrin (USA) 1:44,56. 2. Veronika Velez Zuzulova (Slk) 1,41 zurück. 3. Sarka Strachova (Tsch) 2,15. 4. Nastasia Noens (Fr) 2,24. 5. Marie-Michèle Gagnon (Ka) 2,30. 6. Frida Hansdotter (Sd) 2,54. 7. Wendy Holdener (Sz) 2,58. 8. Carmen Thalmann (Ö) 2,93. 9. Bernadette Schild (Ö), Anna Swenn-Larsson (Sd) 3,02. Ferner: 16. Tina Maze (Sln) 3,29. 18. Denise Feierabend (Sz) 3,35. - Ausgeschieden: u.a. Michelle Gisin (Sz), Charlotte Chable (Sz), Elena Stoffel (Sz) und Michaela Kirchgasser (Ö). (Si)


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