Dario Cologna baut Vorsprung weiter aus

LANGLAUF ⋅ Dario Cologna ist der vierte Gesamtsieg an der Tour de Ski unter normalen Umständen nicht mehr zu nehmen. In der vorletzten Etappe im Val di Fiemme führt der Bündner die Vorentscheidung herbei.
Aktualisiert: 
06.01.2018, 19:11
06. Januar 2018, 16:31

Cologna beendete das Massenstartrennen über 15 km klassisch in Lago di Tesero im 4. Rang und liegt nun bereits 1:14 Minuten vor dem neuen zweitplatzierten Alexej Poltoranin. Der 31-jährige Münstertaler baute seinen Vorsprung also um weitere 21 Sekunden aus.

Der Kasache Poltoranin entschied die vorletzte Etappe in Lago di Tesero letztlich im Zielsprint dem Russen Andrej Larkow und dem kanadischen 50-km-Weltmeister Alex Harvey für sich. Sergej Ustjugow gewann zwar beide Bonussprints, brach danach jedoch ein und wurde nur Vierzehnter. In der Gesamtwertung liegt der Russe mit 1:21 Minuten Rückstand auf Cologna im 3. Rang - nur eine Sekunde vor Harvey.

Erleidet Cologna am Sonntagnachmittag also nicht einen völligen Einbruch, wird der Bündner zum vierten Mal nach 2009, 2011 und 2012 die Tour de Ski gewinnen. Der Schweizer hatte das Geschehen auf dem happigen WM-Parcours von 2013 stets im Griff und hielt mit dem starken Klassisch-Läufer Poltoranin, den er an Silvester in Lenzerheide um 0,6 Sekunden geschlagen hatte, problemlos mit. "Es lief sehr gut für mich, ich konnte das Rennen gut kontrollieren", resümierte Cologna.

Kein Risiko im Finish

Der Schweizer liess sich ob der komfortablen Ausgangslage im Finish nicht zu unnötigem Risiko verleiten. Er ging aus Furcht vor einem Sturz nicht mit letzter Konsequenz ans Werk. Er führte das Leader-Quartett in die Abfahrt, die Konkurrenz zog aus dem Windschatten angreifend an ihm vorbei. Es war die einzige Situation im Rennen, in der er taktisch nicht einwandfrei lief. Doch er hielt fest: "Ich konnte das Rennen gut kontrollieren."

Der dreifache Olympiasieger Cologna präsentiert sich so stark wie seit den Winterspielen 2014 nicht mehr. "Ich habe diese Form auch nicht erwartet", gestand er ein. An dieser dürfte sich auch am Sonntag nichts ändern. "Gesundheitlich sollte mir nichts im Weg stehen. Die Achillessehne spüre ich zwar leicht, aber es passt", sagte Cologna.

Die übrigen Schweizer Toni Livers, Jonas Baumann und Candide Pralong klassierten sich ausserhalb der Weltcup-Punkteränge. (sda)


Leserkommentare

Anzeige: