Ammann zum Saisonauftakt nicht in den Top 20

SKISPRINGEN ⋅ Simon Ammann verpasst zum Saisonauftakt der Skispringer im finnischen Kuusamo die Top 20. Der St. Galler klassiert sich beim ersten Weltcupsieg des Slowenen Domen Prevc im 25. Rang.

Aktualisiert: 
25.11.2016, 20:20
25. November 2016, 18:51

Obwohl der vierfache Olympiasieger besser landete als im vergangenen Winter, war er mit Rang 25 nicht so gut klassiert wie vor Jahresfrist, als er im Schnitt um Rang 15 in der Rangliste auftauchte. Ammann, der 2014 in Lappland noch beide Wettkämpfe gewonnen hatte, landete bei 130 und 133,5 m. Somit verlor auf die Besten rund 10 Meter. Seine Flüge wurden mit 52 und 51 Punkten bewertet. 54 Zähler (im Schnitt eine 18) peilt er an, vergangenen Winter leuchte nach einer reinen Parallel-Landung oft die 16 (48 Punkte) auf.

Ammann wirkte nicht geknickt, obwohl er festhielt, "dass ich eine Herkules-Aufgabe lösen muss, um in die Top 10 vorzustossen". Der Toggenburger sagte, er müsse nun ruhig weiter arbeiten und dürfe den Sprung wegen der Landung nicht zu stark verreissen.

Wie schnell 10 Meter gewonnen oder eben verloren sind, zeigte sich am Beispiel von Gregor Deschwanden. Der Luzerner hatte im Training mit Flügen über 130 m den stärksten Eindruck im Schweizer Team hinterlassen, verhaute aber den Wettkampf (43./122,5). Der Luzerner hatte einen kleinen Wackler im Flug. "Im Training habe ich darauf locker reagiert, im Wettkampf habe ich mich verkrampft. Das Feld ist eng beisammen, es mag nur wenig leiden", sagte Deschwanden. Auch Killian Peier (48./115,5) verpasste die Teilnahme im Finaldurchgang deutlich. Gabriel Karlen hatte bereits die Qualifikation für den Wettkampf nicht geschafft. Am Samstagnachmittag bestreitet das Schweizer Quartett die Qualifikation für das Springen vom Samstagabend.

Der erste Wettkampf des Winters 2016/17 brachte einen überraschenden Sieger mit allerdings berühmtem (Nach-)Namen hervor. Der erst 17-jährige Slowene Domen Prevc triumphierte mit Sprüngen auf 138,5 und 140,5 m erstmals im Weltcup, weil sein älterer Bruder Peter Prevc im Finaldurchgang stürzte und nur Dritter wurde. Der letztjährige Gesamtweltcupsieger hatte nach dem ersten Sprung noch überlegen geführt. Platz 2 belegte der Deutsche Severin Freund. (sda)


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