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Engadiner Skimarathon: Roman Furger triumphiert

LANGLAUF ⋅ Der Urner Roman Furger gewann nach 2012 den Engadin Skimarathon zum zweiten Mal. Der dreimalige Olympiasieger Dario Cologna wurde 500 m vor dem Ziel um die Siegchance gebracht.

S-chanf - 13.03.16 - Eindrucksvolle Flugaufnahmen vom Engadiner Skimarathon 2016. (Keystone, )

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Nach drei Jahren Pause hat mit Roman Furger wieder ein Schweizer gewonnen. Bei den Frauen triumphierte die Französin Anouk Faivre Picon.

Dario Cologna, der Favorit am 48. Engadin Skimarathon, verpasste seinen dritten Triumph am Volkslaufklassiker nach 2007 und 2010. Der Grund: Ein Stockbruch wenige hundert Meter vor dem Ziel in S-chanf. Der Münstertaler hatte sich in vielversprechender Position befunden, bereit zum finalen Angriff. Ein etwas gar heftiger Körperkontakt mit einem Mitkonkurrenten führte schliesslich jedoch zum Malheur. Cologna fluchte, und Roman Furger, der kurz zuvor die Führung übernommen hatte, registrierte dies.

Furger zog in der Folge seinen Rhythmus durch und gewann souverän. «Am Engadiner musst du geschickt laufen, und das glückte mir», strahlte der 26-Jährige aus Schattdorf. Nach einer durchzogenen Saison ohne herausragendes Ergebnis auf Weltcup-Stufe konzentrierte sich Furger in den letzten Wochen auf dieses Rennen - «auch weil es mir extrem liegt», wie er sagte. In Anbetracht des hochklassigen Starterfeldes setzte sich der Innerschweizer aber nicht den Sieg zum Ziel, sondern peilte eine Podest-Klassierung an. «Bei meinem letzten Sieg war ich Aussenseiter. Ich sorgte für eine grosse Überraschung, diesmal achteten viele auf mich», sagte der Urner.

Doch nicht nur Furger zeigte sich von den Einheimischen im starken Feld von der besten Seite. Dank den Bündnern Toni Livers (2. mit 0,8 Sekunden Rückstand) und Jöri Kindschi (3.) glückte ein Schweizer Dreifachsieg, was überraschte, weil es doch damit auch gelang, die starke Phalanx der Franzosen (Ränge 4, 5, 9 und 10) zu durchbrechen. Bei den Frauen hingegen setzte sich mit Anouk Faivre Picon eine Französin durch. Sie feierte ihren dritten Sieg im Engadin nach 2012 und 2015.

Boners bitteres Finale

Während sich Toni Livers als Zweiter über seine beste Platzierung am Engadin Skimarathon freute, entsprach dieser Rang für seine Lebenspartnerin Seraina Boner einer herben Enttäuschung. Vor allem auch, weil sie sich der Möglichkeit auf den Sieg beraubt gesehen hatte. Mit der Absicht nämlich, das Heimrennen erstmals für sich zu entscheiden, war die Langdistanz-Spezialistin mit Triumphen an diversen prestigeträchtigen Volksläufen gestartet. Und sie präsentierte sich im Engadin stark, lag zwischenzeitlich in Führung. Doch in der Schlussphase fuhr ihr ein männlicher Volksläufer über die Ski, Boner kam zu Fall. «Sämtlicher Möglichkeiten war ich beraubt», sagte die 33-Jährige im Ziel unter Tränen.

Die schnellsten Luzerner:

19. Schnider Ueli, Flühli 1:48.21,8
104. Faller Eddy, Kastanienbaum 1:57.14,7
113. Lauber Erwin, Schwarzenberg 1:58.14,4

Die schnellsten Luzernerinnen:

17. Claudia Schmid, Luzern: 2:06.39,3
38. Simone Fenk, Willisau: 2:18.08,5
96. Franziska Brun, Emmenbrücke: 2:32.51,8

Die schnellsten Zuger:

59. Michael Eggenberger, Zug: 1:54.07,1
139. Burgardt Marc, Hünenberg: 1:59:54,3
319. Müller Kilian Unterägeri 2:08:21,,9

Die schnellsten Zugerinnen:

131. Sibylle Huwiler, Cham: 2:38.21,4
159. Renate Zimmermann, Walchwil: 2:42.02,7
207. Doris Odermatt, Oberägeri: 2:46.48,1

Die schnellsten Urner:

1. Roman Furger, Schattdorf: 1:48.08,3
74. Markus Schuler, Unterschächen 1:54.17,9
98. Bricker Roman, Unterschächen 1:56.16,7

Die schnellsten Urnerinnen:

39. Margrit Abächerli, Erstfeld: 2:18.41,4
128. Martina Gisler, Schattdorf: 2:37.34,9
167. Sonja Gisler, Seedorf: 2:46.56,7

Die schnellsten Schwyzer:

32. Fabian Schaad, Unteriberg: 1:49.22,0
46. Roman Schaad, Unteriberg: 1:51.53,0
55. Nicola Müller, Einsiedeln: 1:54.05,5

Die schnellsten Schwyzerinnen:

60. Anita Schnüriger, Einsiedeln 2:25.11,4
66. Daniela Betschart, Rickenbach b. Schwyz: 2:26.38,3
87. Edith Schuler, Alpthal: 2:30.28,2
3. Silvia Brunner, Einsiedeln: 2:35.08,7

Die schnellsten Obwaldner:

147. Thomas Amrhein, Melchtal 2:00.55,3
165. Adrian Riebli, Giswil 2:01.15,4
195. Pascal Wolf, Giswil 2:04.29,4

Die schnellsten Obwaldnerinnen:

52. Irene Suter, Melchtal: 2:22.42,4
202. Corinne Zurmühle, Kägiswil: 2:30.28,2
261. Saskia Schilter, Stalden 2:52.11,7

Die schnellsten Nidwaldner:

37. Bruno Joller, Stans: 1:49.38,1
109. Michael Achermann, Stans: 1:58.03,6
200. Daniel Christen, Stans: 2:04.38,0

Die schnellsten Nidwaldnerinnen:

65. Rahel Rüegge, Stans: 2:26.28,2
93. Katja Hauser, Stans: 2:31.43,7
141. Rahel Frey, Stans 2:39 37.8

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sda/chg

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