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Silber für Biathletin Selina Gasparin

BIATHLON ⋅ Selina Gasparin gewinnt als erste Schweizer Biathletin eine Medaille an Olympischen Spielen! Die 29-jährige Engadinerin holt im Einzel über 12,5 Kilometer Silber. Gold gewinnt Daria Domratschewa.

In der Biathlon-Arena "Laura" in Krasnaja Poljana lief Selina Gasparin das Rennen ihres Lebens. Nachdem sie im Sprint eine mögliche Medaille mit einem Fehlschuss im letzten Versuch noch vergeben hatte, holte die älteste der drei Gasparin-Schwestern im Einzelrennen über 12,5 Kilometer Verpasstes nach.

Die zweifache Weltcupsiegerin im Sprint blieb in allen vier Schiessen ohne Fehler - ein Novum - und legte im Schiessstand die Basis zu ihrem Exploit. Auch in der Loipe zeigte Selina Gasparin vor den Augen ihrer Eltern mit der insgesamt zehntbesten Zeit eine tadellose Leistung.

Ein denkwürdiger Tag für die Schweizer Wintersportler in Sotschi. Zuerst gewinnt Langläufer Dario Cologna überlegen Gold über 15 km klassisch. Wenig später zieht Skirennfahrer Sandro Viletta nach und wird Olympiasieger in der Super-Kombination. Und am völlig überraschend holt Selina Gasparin im Biathlon über 15km Silber.

Am Ende musste sich Gasparin nur der Weissrussin Daria Domratschewa geschlagen geben, die trotz einer Strafminute überlegen zu Gold lief. Domratschewa hatte bereits in der Verfolgung Gold gewonnen und lief in der Loipe erneut in einer eigenen Liga. Obwohl sie im ersten Stehendschiessen nach einem Fehler eine Strafminute kassiert hatte, siegte sie am Ende mit 1:15,7 Minuten vor Selina Gasparin.

Bronze ging mit Nadeschda Skardino an eine weitere Weissrussin. Sie blieb wie Gasparin am Schiessstand ohne Fehler, lief aber im Ziel mit einem Rückstand von 23 Sekunden auf Gasparin ein.

Selina Gasparins jüngere Schwestern Elisa und Aita lief es nicht ganz nach Wunsch. Die gesundheitlich angeschlagene Elisa, die im Sprint überraschend ein Diplom gewonnen hatte, beendete das Rennen nach einem Sturz und drei Schiessfehlern auf Platz 33, Aita Gasparin belegte bei ihrem Olympia-Debüt den 62. Platz.

Ein gelungenes Olympia-Debüt glückte Irene Cadurisch. Die 22-Jährige aus Maloja verzeichnete nur einen Fehler am Schiessstand und klassierte sich im 37. Rang. Cadurischs bisher bestes Ergebnis im Weltcup ist Platz 69. (Si)

  • <p> <strong> Peinliche Panne bei SRF</p></strong>    <p>Wer ARD oder ORF eingeschaltet hatte, konnte den Silberlauf von Selina Gasparin live mitverfolgen. Die TV-Stationen aus den Nachbarländern hatten Gasparin längst interviewt und sich verabschiedet, als SRF die historische Schweizer Biathlon-Sensation in einer um rund dreiviertel Stunden verschobenen Aufzeichnung nachlieferte. Die offensichtliche Regie-Panne erinnert beispielsweise an jene von 1987, in der sich das Schweizer Fernsehen aus dem
  • <p> <strong> Colognas Hommage an Dählie </p></strong>    <p>Dario Cologna zeigte nach seinem Sieg über 15 km Grösse. Nach seinen ersten Interviews mit den zahlreichen TV-Stationen begab er sich nochmals zur Ziellinie, um die letzten beiden, gleichzeitig langsamsten Läufer in Empfang zu nehmen. Der Bündner gratulierte dem Nepalesen Dachhiri Sherpa (44) und dem Peruaner Roberto Carcelen (43), die das Ziel mit 17 respektive 27 Minuten Rückstand erreichten, persönlich zur Beendigung des Rennens. Die
  • <p> <strong> Lobeshymne auf Dominique Gisin </p></strong>    <p>Christian Szepessy, Chef der Schweizer Bob-Delegation in Sotschi, kann sich auch eine Scheibe von Dominique Gisins Abfahrts-Gold abschneiden. Der gebürtige Zürcher, der nun in der Region Biel ansässig ist, hatte die Speed-Fahrerin als Athletik-Coach während vier Jahren auf die Olympischen Spiele in Vancouver vorbereitet. Es entwickelte sich eine tiefe Freundschaft. Gisin war sogar an Szepessys Hochzeit eingeladen. Er sagt über ihren

Wie sich SRF eine peinliche Regie-Panne leistete die Lobeshymne auf Dominique Gisin, lesen Sie u.a. in unserem heutigen Olympia-Splitter aus Sotschi.

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