Neue Luzerner Zeitung Online, 26. Juni 2011, 13:32
27'000 Personen am Summer Sound in Sursee
ZZ Top mit Dusty Hill (links) und billy Gibbons begeisterten in Sursee das Publikum. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)
Nach den ruhigeren Tönen von Bob Dylan war am Samstagabend in Sursee bluesiger Rock angesagt: allen voran natürlich dank ZZ Top.
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Kein Regen, sogar Sonne zu Beginn der dritten Vorband und angenehme Temperatur: Es ist erstmals so richtig Sommer beim fünften und letzten Tag des Summer Sound in Sursee. Um exakt 22 Uhr erreicht die Spannung bei den etwas weniger als 5000 Fans den Höhepunkt: Denn nach längerer Pause und Dunkelheit trifft das gleissende Scheinwerferlicht auf die Bühne. Die weissen Haare von Schlagzeuger Frank Beard sowie die langen weissen Bärte von Gitarrist und Sänger Billy Gibbons und dem Bassisten Dusty Hill leuchten hell. Einst waren sie rotbraun und rotblond, die langen Bärte der beiden Frontleute, die aber heute wie damals das Markenzeichen von ZZ Top sind. «Tres Hombres» heisst das dritte Album der texanischen Bluesrock-Band, das sie 1973 veröffentlichte. Und die gleichen «drei Herren», die 1969 die Band gegründet haben, verzücken bezeichnenderweise die Fans auch heute. Geblieben sind die bluesigen, rockigen Riffs von Gibbons und der pulsierende und stampfende Bass von Hill zum rhythmischen Takt von Beard. ZZ Top setzt zum Schlussspurt an: Heute noch genau so gut wie früher – schnörkellos und mit viel Power. Die weiblichen Fans kreischen, als das Trio zu «Gimme All Your Lovin’» anstimmt, und gar noch ein wenig grösser ist der Zuspruch bei Beginn von «Sharp Dressed Man», dem wohl grössten Hit der Band.
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Auftritte von ZZ Top, Bob Dylan und Anastacia am Summersound in Sursee.
Bilanz fällt positiv aus
Schon bevor die letzten Klänge von ZZ Top verhallt sind, kann Rebekka Sommerhalder von Taifun Music eine zufriedene Bilanz ziehen: «Insgesamt waren an den fünf Konzerttagen über 27 000 Personen in Sursee.» Diese Zahlen hätten die Erwartungen erfüllt, sicher «aber nicht übertroffen». Als Publikumsmagneten hatten sich Bob Dylan (8000 Besucher) und James Blunt (7000 Besucher) erwiesen. Hinter den Erwartungen blieb vor allem Anastacia, die nur knapp 4000 Besucher anlockte. Trotzdem: Unter dem Strich rechnet die Musikagentur mit schwarzen Zahlen, allerdings ohne grossen Gewinn.
ck/mg
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