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Neue Luzerner Zeitung Online, 24. Januar 2011, 13:54

Mobilität für Behinderte soll günstiger werden

Ein Rollstuhl-Taxi, kurz Tixi. Zoom

Ein Rollstuhl-Taxi, kurz Tixi. (Bild: Archiv Neue ZZ)

Das Luzerner Gesundheits- und Sozialdepartement will, dass das Taxifahren für Behinderte günstiger wird. Ein Gutscheinmodell soll dies gewährleisten.

Behinderte sollen in Zukunft Gutscheine erhalten, mit denen sie vergünstigte Taxifahrten bestellen können. Das Modell ist für chronisch gehbehinderte, sehbehinderte, geistig behinderte und psychisch kranke Personen mit Wohnsitz im Kanton Luzern gedacht, die infolge ihrer Behinderung die öffentlichen Verkehrsmittel nicht benützen können.

Dieses Modell wurde von einer Arbeitsgruppe im Auftrag des Luzerner Gesundheits- und Sozialdepartements entwickelt. Als Vorbild gilt ein ähnliches Modell im Kanton Bern, wie einer Medienmitteilung der Staatskanzlei Luzern zu entnehmen ist.

Anlaufstelle übernimmt praktische Umsetzung 

Um das Modell umzusetzen, müssen verschiedene Stellen zusammenarbeiten. Die öffentliche Hand wird durch den Verkehrsverbund Luzern vertreten. Dieser erteilt einer zentralen Anlaufstelle den Auftrag, mit Fahrtenanbietern Vereinbarungen über Leistungen und deren Kosten zu treffen. Zudem soll die Anlaufstelle entscheiden, wer einen Gutschein bekommt und wer nicht.

Für die Fahrtenanbieter gelten spezielle Anforderungen: Sie müssen ihr Personal im Fahrdienst wie auch in der Fahrtenvermittlung so schulen, dass es auf die besonderen Bedürfnissen der Behinderten vorbereitet ist. Zudem müssen sie ihr Angebot und die Tarife transparent machen.

Kanton und Gemeinden teilen Kosten 

Das neue Modell kostet die öffentliche Hand jährlich rund 1,4 Millionen Franken. Der Kanton und die Gemeinden übernehmen je 50 Prozent dieser Kosten. Mit der Umsetzung soll noch im Verlauf dieses Jahres begonnen werden. Zuerst müssen noch Vorbereitungsarbeiten geleistet und die notwendigen Verträge abgeschlossen werden. Die ersten Gutscheine können voraussichtlich Ende Jahr verteilt werden.

Zur Zeit wird der Behindertenfahrdienst im Kanton Luzern durch private Anbieter sichergestellt, von denen viele gemeinnützig tätig sind. Die gemeinnützigen Angebote finanzieren sich durch Fahrerträge, Mitgliederbeiträge und Spenden. Daneben wird auch viel ehrenamtliche Arbeit geleistet.

pd/das

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