Neue Luzerner Zeitung Online, 26. Januar 2011, 13:20
Trendsportler am Fusse des Landessenders
Mike Martin geniesst die perfekten Bedingungen auf dem Blosenberg. (Bild: Daniel Meier)
Der Blosenberg in Gunzwil ist ein Mekka für Snowkiter. Regelmässig lassen sich Dutzende auf ihren Skiern den Hang entlang ziehen und zeigen dabei nicht selten spektakuläre Sprünge.
Eigentlich kennt man den Blosenberg in Gunzwil vor allem wegen dem Landessender Beromünster, der aus seiner Spitze thront. In den Kreisen der Snowkiter ist der Hügel aber wegen der idealen Bedingungen bekannt, welcher er für ihren Sport bietet.
Was ist Snowkiten? Die sogenannte «Funsportart» funktioniert ähnlich wie Kitesurfen. Als Unterlage dient statt Wasser einfach Schnee: Die Sportler lassen sich von einem Drachen (Kite) auf Skiern oder dem Snowboard ziehen und machen dabei nicht selten spektakuläre Sprünge.
«Platz für über 100 Kiter»
Einer, der häufig auf dem Blosenberg anzutreffen ist, ist Daniel Meier aus dem aargauischen Wittwil. Für ihn sei das Gebiet (Spot) besonders wegen der Grösse attraktiv: «Der gesamte Spot ist ziemlich gross, es erträgt sehr viele Kiter. Ab etwa 30 wird es beim Start und Landeplatz allerdings eng. Kaum ist man aber ein paar Meter weg, ist der Platz fast unendlich. Es könnten sich weit über 100 Kiter tummeln.» Die Parkplatzsituation lasse aber nicht mehr als etwa 50 Kiter zu.
Bilderstrecke: Snowkiten auf dem Blosenberg
Der Blosenberg in Gunzwil ist ein Mekka für Snowkiter. Regelmässig lassen sich Dutzende auf ihren Skiern den Hang entlang ziehen und zeigen dabei nicht selten spektakuläre Sprünge. (Bilder: Daniel Meier)
Nachteil: Keine Schneesicherheit
Zudem sei der Blosenberg extrem sicher und auch für Anfänger gut geeignet. «Der einzige, aber auch grösste Nachteil ist die Schneesicherheit. Wenn hier regelmässiger Schnee liegen würde, dann wäre aber richtig der Teufel los», ist Daniel Meier überzeugt. Gemäss dem Gärtnermeister ist das Snowkiten für geübte Skifahrer und Snowboarder leicht zu erlernen und auch die Kosten für ein Trapez und einen Drachen seien überschaubar (in der Regel unter 2000 Franken). «Nach 2 bis 3 Stunden Snowkiten ist man mindestens so viele Kilometer gefahren wie an einem ganzen Skitag. Aber: Keine Wartezeiten, keine Liftzeiten und immer Vollgas in den Oberschenkeln», schwärmt der 48-Jährige.
Grundsätzlich sei auf dem Blosenberg jeder willkommen, sofern er einige Grundregeln beachte: «Genügend Abstand zu Langläufern, Schneeschuhläufern und besonders Reitern halten. Die Pferde haben in der Regel Angst vor den Kites.»
bep
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