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Neue Luzerner Zeitung Online, 12. Februar 2012, 05:02

Auch das Wild soll seine Ruhe haben

Wildtiere kommen bei Kälte in Not. Im Bild: Eine Steingeiss. Zoom

Wildtiere kommen bei Kälte in Not. Im Bild: Eine Steingeiss. (Bild: Roger Gruetter / Neue LZ)

Bei Schnee und Kälte brauchen Wildtiere Ruheplätze. Obwaldens Wildhüter sind dafür besorgt, dass dies die Schneesportler respektieren.

«Guten Tag, wir starten heute eine Kampagne für die Wildschutzgebiete», sagt der Obwaldner Wildhüter Hans Spichtig zu Touristen, die im Langis eben ihre Schneeschuhe aus dem Auto packen. Etwas verdutzt schauen die Angesprochenen den Wildhüter und seinen artig daneben sitzenden Hund an. Indessen: Je beherzter der Mann im grünen Jagdgewand seinen Einsatz als Anwalt für Wildtiere, die in diesem harten Winter Not leiden, erklärt, desto aufmerksamer hören ihm die Leute zu.

Planungszone rettet das Wild

Projektleiter für die Planungszone Wildruhegebiete ist Roland Christen vom Obwaldner Amt für Wald und Landschaft. «Erfahrungen aus schneereichen und langen Wintern haben gezeigt, dass Wildtiere hauptsächlich dort eingehen, wo sie wiederholt von Menschen oder frei laufenden Hunden gestört werden», erklärt er. Deshalb sei es enorm wichtig, dass Menschen dem Wild in diesen eisigkalten Tagen Ruhe gönnten.

Ein wichtiger politischer Schritt sei getan, lobt Christen. «Der Regierungsrat hat rund 10 Prozent der Obwaldner Kantonsfläche auf den 1. Dezember 2011 als ‹Wildruhegebiete› ausgeschieden.» Dies bedeute, dass Schneeschuhwanderer oder Tourenfahrer die im Gelände gut markierten Wegverbote respektieren müssten.

Romano Cuonz

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