Neue Luzerner Zeitung Online, 29. Oktober 2011, 22:41
Kriens-Luzern erledigt Cup-Aufgabe souverän
Kriens' Fabio Baviera hatte Mühe, sich gegen Jan Wyss (rechts) durchzusetzen. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)
Pflichtaufgabe erfüllt – und bei der Malterser Cup-Party artig mitgemacht: Der HC Kriens-Luzern entledigt sich der Cup-Aufgabe beim Zweitligisten HC Malters souverän und liess beim 45:23-Sieg nichts anbrennen.
«Wenn nicht jetzt, wann dann» schepert der deutsche WM-Song von 2007 der Gruppe Höner aus den Boxen der Malterser Oberei-Halle. Irgendwie muss man ja als unterklassiger in einem Cupspiel ein bisschen daran Glauben, dass es da einen Strohhalm gibt, der sich einem anbietet im Spiel gegen einen Goliath. Mit diesem Antrieb machte der HC Malters aus der Cupbegegnung ein Handball-Spektakel mit Dorffest-Ambiance. So brillant es der Verein abseits des Spielfeldes machte - auf dem Platz waren die Rollen schnell verteilt.
Bilderstrecke: HC Malters - HC Kriens 23:45
Pflichtaufgabe erfüllt – und bei der Malterser Cup-Party artig mitgemacht: Der HC Kriens-Luzern entledigt sich der Cup-Aufgabe beim Zweitligisten HC Malters souverän und lässt gegen den Unterklassigen nichts anbrennen. Die Krienser gewinnen 45:23 (22:8).
Der HC Kriens-Luzern startete seriös ins Cupabenteuer. HC Malters verstolperte schon im ersten Angriff in der eigenen Nervosität die Chance, wenigstens einmal in diesem SPiel in Führung zu gehen. Da lage die Nerven wohl nach dem «Line-up» mit Trockeneis und wummernden Bässen noch blank. Dann war es der Oberklassige, der den Tarif setzte und das sanft flackendernde Hoffnungsflämmchen der Unterklassigen mit aller Überlegenheit ausblies: 5:0 stand es nach 4 Minuten - fünf verschiedene HCK-Torschützen. Doch der ganz grosse Jubel brach erst aus, als «Fäles» Bruder Bruno Fellmann das 1:5 erzielte.
Klassenunterschied spürbar
In der Folge aber war der Klassenunterschied mehr als nur spürbar in der Oberei-Halle. Der Speaker machte zwar auf Zweckoptimismus und rechnte den Fans noch in der Pause beim 8:22 vor, wie man jetzt dieses Cupspiel noch umbiegen könnte. Doch dazu war der HC Kriens-Luzern insgesamt zu seriös: Fehler der Malterser wurden hart bestraft, die Distanz wuchs bald einmal in ungeahnte Höhen.
HCK: Alle Kaderspieler im Einsatz
Da blieb dem Gastgeber neben der Rolle als glanzvoller Veranstalter einer Handball-Party nur mehr die Role des Underdogs. Jedes Tor wurde denn auch frenetisch bejubelt, jeder Spieler genoss die Atmosphäre mit einer vollen Halle und klatschte selbst auf dem Spielfeld den Rhythmus des Publikums mit.
Der HC Kriens-Luzern nutzte auch diese Partie, um dem gesamten Kader Auslauf auf dem Platz zu gewähren. Mit Ausnahme der abwesenden Båverud (der für einen Familientermin in Schweden weilte) und Schmid kamen alle Kaderspieler zum Einsatz - und zu Toren.
HC Malters – HC Kriens-Luzern 23:45 (8:22)
Oberei Malters, 600 Zuschauer. SR Bär/Süess
Spielverlauf: 0:5, 1:5, 1:7, 2:9, 3:10, 4:11, 4:18, 5:18, 5:20, 8:20, 8:22; 8:25, 9:26, 11:26,l 12:28, 14:29, 14:31, 15:32, 15:36, 16:38, 17:38, 19:39, 19:40 (53.), 20:41, 22:44, 23:45.
HC Malters: Maric/Stadelman/Renggli; Bachmann (2), Selimi (2), Springhetti (2), Bucher (1), Wyss (2), Mahler (2), Fässler (1), Bieli (2/1), Häfliger (5/1), Emmenegger (2), Fellmann (2).
HC Kriens-Luzern: Aleksejev/Schelbert; Fellmann (4), Willisch (1), Hedin (1), Steiger (4), Raemy (8/1), Beljanski (2), Nyffenegger (5), Hess (2), Baviera (4), Stankovic (9), Petrig (5).
Bemerkungen: Kriens ohne Schmid (rekonvaleszent) und Båverud (privat abwesend). Strafen: Malters 1, HC Kriens-Luzern 2 x 2 Minuten. 29. Springhetti schiesst Penalty an Pfosten (8:22); 29, Nyffenegger schiesst Penalty an Pfosten (8:22); 44. Schelbert hlät Penalty (15:34).
Benedikt Anderes / HC Kriens
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