Feuerwehr Aarau

Budget-Kummer: Bürgerliche Parteien wollen Ausbildung kürzen

Die bürgerlichen Parteien drohen mit Kürzungen bei der Ausbildung. Vorerst darf nichts Neues angeschafft werden.

Urs Helbling
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Muss die Feuerwehr Aarau künftig bei der Ausbildung sparen?

Muss die Feuerwehr Aarau künftig bei der Ausbildung sparen?

Peter Rippstein TeleM1

Das Budget der Stadt Aarau ist noch nicht unter Dach. Und ob der Einwohnerrat sich am kommenden Montag auf einen Voranschlag 2017 wird einigen können, ist noch unsicher. «Leider habe ich die Befürchtung, dass es auch am 12. Dezember nicht gelingt», erklärte Stadträtin Regina Jäggi (SVP) am Gesamtrapport der Feuerwehr Aarau.

Die Konsequenzen für die Feuerwehr: «Wir dürfen vorläufig nichts anschaffen», sagte Regina Jäggi. Schlimmer noch: Die bürgerlichen Parteien liebäugeln mit Kürzungen im Ausbildungsbereich. «Das macht mir etwas Sorgen», betonte Ausbildungschef Daniel Laube, der am Freitag zum Hauptmann befördert wurde.

Einsatzschwaches Jahr

Einsatzmässig verlief für die Feuerwehr Aarau das Jahr 2016 (Stand Ende November) bisher ruhig. Sie wurde 159 Mal zu Hilfe gerufen. In einem Drittel der Fälle handelte es sich um Falschalarmierungen. Es gab zwölf Personenrettungen/-bergungen, sieben Wespennest-Entfernungen und eine Tierrettung. Grösster brandtechnischer Einsatz war ein Dachstockbrand am Ahornweg in Aarau (30. Juni). Nicht alltäglich war auch der Einsatz bei einem Verkehrsunfall in Gränichen (26. November), bei dem eine Autolenkerin (52) aus dem Auto befreit werden musste.

Die Feuerwehr Aarau hat einen Bestand von rund 120 Frauen und Männern. Dieses Jahr gab es elf Austritte und fünfzehn Eintritte. Hauptereignis des letzten Jahres war die Inbetriebnahme der neuen Autodrehleiter. «Wir sind mit ihr durchweg zufrieden», erklärte Kommandant Michael Gautschi. Für das kommende Jahr sind der Ersatz des Schlauchverlegers 1990 sowie die Anschaffung eines mobilen Grossventilators und einer neuen Motorspritze geplant.

Lotty Moriggl verabschiedet

Ein wichtiges Traktandum am Gesamtrapport sind die Verabschiedungen und Beförderungen. Bei der Feuerwehr Aarau kommt es in zwei wichtigen Bereichen zu personellen Veränderungen. Motorfahrer-Chefin Lotty Moriggl tritt ab. Ihr Nachfolger ist Reto Heiz (wurde zum Leutnant befördert). Lotty Moriggl gehörte der Feuerwehr während 24 Jahren an. Sie absolvierte 1365 Einsätze.

Einen Wechsel gibts auch beim Unterstützungszug: Simon Mühlebach (zum Leutnant befördert) ersetzt Dave Selinger. Letzterer war 22 Jahre bei der Feuerwehr, und er bleibt stellvertretender Kommandant der Betriebsfeuerwehr des Kantonsspitals (KSA).

Kommandant Michael Gautschi hat ab Januar einen neuen Arbeitgeber: Er wechselt von der IBAarau zur Kantonspolizei, wo er als Zivilangestellter Gruppenleiter Gebäudetechnik sein wird.