Aarau Rohr
Fast 2000 Unterschriften gegen Sportplatz-Ausbau

Die IG Winkel hat am Dienstagmorgen eine Petition gegen den Ausbau der Fussballanlage Winkel beim Einwohnerratspräsidenten deponiert. Das Parlament entscheidet am kommenden Montag.

Nadja Rohner
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1921 Unterschriften wurden gestern zum Rathaus getragen. Im Bild: Peter Bruder, Einwohnerratspräsident Thomas Richner, Florian Gautschi, Silvia Walker

1921 Unterschriften wurden gestern zum Rathaus getragen. Im Bild: Peter Bruder, Einwohnerratspräsident Thomas Richner, Florian Gautschi, Silvia Walker

Nadja Rohner

Die IG Winkel kämpft gegen den geplanten Ausbau der Sportanlage Winkel. Und ist damit nicht allein: Am Dienstagmorgen trugen sie eine Petition mit 1921 Unterschriften «für eine massvolle Sanierung der Sportanlage Winkel» zum Rathaus. Sie ist an die Einwohnerräte gerichtet, die am nächsten Montag über den Kredit zum Ausbau entscheiden. Gerne hätten die Petitionäre die Unterschriften auch an ein Mitglied des Stadtrats übergeben. Es erschien aber trotz Zusage niemand zum anberaumten Termin. So nahm der höchste Aarauer, Einwohnerratspräsident Thomas Richner (SVP) – ebenfalls ein Rohrer – die Unterschriften alleine entgegen.

Die Anzahl der Unterschriften, so die Petitionäre, würde zeigen, dass ein Nein gegen die aktuellen Ausbaupläne nicht nur ein Anliegen der direkten Nachbarn des Sportplatzes sei, sondern des ganzen Stadtteilt. 537 der 1921 Unterschriften sind via Online-Petitionsplattform www.petitio.ch eingegangen, der rest physisch auf Papier.

Die Mitglieder der IG Winkel betonen, sie hätten nichts gegen den Fussball. Es gehe ihnen in erster Linie um den Freiraum, die «einzige Grünfläche in unserem verdichteten Stadtteil»: Der Sportplatz Winkel - «eus Allmend» – werde heute ausserhalb der Fussball-Belegungszeiten von den Bewohnern des Stadtteils für ihre Freizeitaktivitäten genutzt. Das würde künftig nicht mehr im selben Umfang möglich sein. Die geplanten zwei Kunstrasenfelder würden eingezäunt, nur das Naturrasen-Juniorenfeld bliebe immer zugänglich.

«Wir wollen eine faire Mitbestimmung und dass wir nicht von einem so grossen Projekt überrannt werden», sagt Florian Gautschi von der IG Winkel. Peter Bruder fügt an: «Zuerst soll festgelegt werden, was überhaupt der Zweck dieser Anlage ist und wo man damit hin will. Danach können wir gemeinsam etwas auf die Beine stellen.»

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