Interview

Neuer Gestaltungsplan für Stadion Aarau – Stadtrat Thür: «Abstimmung vielleicht erst im Mai»

Aaraus Stadtrat Hanspeter Thür spricht im Interview über die Weiterentwicklung des Projekts Torfeld Süd und ein BNO-Problem.

Nadja Rohner, Urs Helbling
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Der Aarauer Stadtrat Hanspeter Thür sagt, es seien nicht nur Hochhäuser, sondern ein ganzes Quartier im Torfeld Süd geplant.

Der Aarauer Stadtrat Hanspeter Thür sagt, es seien nicht nur Hochhäuser, sondern ein ganzes Quartier im Torfeld Süd geplant.

zvg/Sandra Ardizzone

Am Freitag beginnt die Mitwirkung zum Gestaltungsplan Torfeld Süd. Das Quartier mit bis zu 1200 Bewohnern soll zwei Abteilungen Kindergärten, drei Abteilungen schulergänzende Betreuung und ein Gemeinschaftszentrum erhalten. Zudem strebt der Stadtrat in den vier Hochhäusern 20 Prozent gemeinnützigen Wohnungsbau an.

So soll das Stadion aussehen.

So soll das Stadion aussehen.

Herr Thür, was hat sich verändert, seit das Projekt letztmals vorgestellt wurde?
Hanspeter Thür: Einiges. Weil wir jetzt im neuen Gestaltungsplan nicht mehr eine Mantelnutzung mit einem Einkaufszentrum, sondern mit einer Wohnnutzung haben, gab es neue Themen bei der Erarbeitung des Gestaltungsplans. Beispielsweise: Wie ist es punkto Verkehr, punkto soziale Durchmischung, punkto Infrastruktur usw.?

Konkret?
Wir haben etwa geprüft, was für Auswirkungen der Bau der Wohntürme in Bezug auf Kitas, Kindergärten und Schulen hat.

Und?
Es wird Raum für zwei Abteilungen Kindergarten und drei Abteilungen schulergänzende Tagesstrukturen brauchen. Im Gestaltungsplan wird der entsprechende Raumbedarf definiert.

Und die Schule?
Wir haben die Situation mit der Kreisschule Aarau-Buchs analysiert. Wir gehen davon aus, dass es in diesem Raum unabhängig vom Torfeld Süd einen Bedarf gibt, der aber hier nicht realisiert werden kann. Wir haben mögliche Standorte angeschaut – koordiniert mit der generellen Schulraumplanung. Mögliche Standorte wären der Schlachthof im Torfeld Nord, die Schulanlage Suhrenmatte in Buchs oder die ehemalige Postgarage in der Telli.

Gibt es im neuen Quartier auch ein Gemeinschaftszentrum?
Wir haben der Bauherrin HRS nahegelegt, das positive Beispiel Telli zu studieren. Wir verlangen im Gestaltungsplan, dass Räume für ein Gemeinschaftszentrum freigehalten werden. Wir gehen von einem Raumbedarf von 450 Quadratmetern aus.

Mit wie vielen Bewohnern rechnen Sie?
Mit 1000 bis 1200 Personen. Es gilt zu beachten, dass der Wohnungsmix noch nicht im Detail festgelegt ist und die Realisierung der vier Türme wohl in Etappen erfolgen wird.

Wie ist es mit der Forderung nach genossenschaftlichem Wohnungsbau?
Wir erwarten 20 Prozent gemeinnützigen Wohnungsbau. Aber nur, wenn ein Investor gefunden wird. Sollte die HRS nachweisen können, dass drei im Kanton ansässige Wohnbaugenossenschaften nicht bereit sind, einzusteigen, dann entfällt diese Auflage.

Bisher gab es kaum Aussagen über die Freiräume.
Auch bezüglich der Aussenräume streben wir eine grosse städtebauliche Qualität an. Wir schreiben gegenüber früher mehr vor. Es gibt neu den Floragarten, den Oehlerplatz, den Stadionplatz und den Torfeldhof.

Und die Zufahrten?
Das Parkhaus wird sich aller Voraussicht nach unter dem Stadion befinden. Wie bisher vorgesehen gibt es eine Einfahrt in der Südwestecke des Areals, dort wo die Florastrasse und die Industriestrasse/Untere Torfeldstrasse aufeinandertreffen. Mittels Durchfahrtssperren wird verhindert, dass das Parkhaus über die Florastrasse oder die Untere Torfeldstrasse angefahren werden kann. Neu gibt es eine zusätzliche, gemeinsame Einfahrt mit dem Mobimo-Gelände in der Nordwestecke. Dank der zusätzlichen Einfahrt können von den rund 2300 Fahrten im Ostteil etwa 600 in den Nordwesten verlagert werden.

War nochmals eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) notwendig?
Ja, weil die Gesamtzahl der Parkplätze über 500 liegt. Die UVP liegt vor.

Wie viele Parkplätze wird es geben?
Wir gehen von einer autoreduzierten Wohnnutzung aus. Im Gestaltungsplan steht: Für die Wohnnutzung auf den vier Baufeldern ist das Parkplatzangebot auf 70 Prozent der nach kantonalen und kommunalen Vorschriften und Richtlinien zulässigen Anzahl Parkplätze zu reduzieren.

Das heisst?
Geplant sind Grössenordnung 800 Parkplätze. Davon sind etwa 100 dem Stadion zugewiesen. Aber die genaue Zahl der Parkplätze wird erst mit dem Baugesuch festgelegt. Sie hängt auch vom Wohnungsmix ab.

Zusammengefasst gesagt: Bisher war das, was im Torfeld Süd geplant ist, ein Stadion mit vier Hochhäusern. Neu ist es ein Quartier.
Ja. Das Ziel ist es, ein funktionierendes Quartier zu schaffen. Auch die Versorgung der Bewohner muss sichergestellt sein: kein Einkaufszentrum, sondern die Grundversorgung für das Quartier.

Die unendliche Geschichte des Aarauer Stadions:

Seit über 30 Jahren ist klar, dass der FC Aarau ein neues Stadion braucht. Was bisher geschah, erfahren Sie in der Bildergalerie.
35 Bilder
1985: Cupsieg und Erkenntnis Der FC Aarau feiert 1985 seinen bisher einzigen Cupsieg. Vier Jahre spielt der FCA schon in der Nationalliga A. Es wird klar: Für die höchste Spielklasse ist das Brügglifeld zu klein.
1994: Erstes Projekt Sie nennen es "Vision 2002": Architekt und Ex-Fc-Aarau-Präsident Ernst Lämmli sowie Bauingenieur und Landbesitzer Peter Zubler wollen in Schafisheim ein Stadion in der Kiesgrube bauen. Für 30 Millionen Franken und 20'000 Zuschauer, inklusive Casino.
2000: Mittellandarena Der Gestaltungsplan Mittellandpark wird erarbeitet. Er umfasst das Stadion «Mittellandarena», ein grosses Shopping-Center und Büros. 2006 soll im 70-Millionen-Franken-Stadion im Torfeld Süd gekickt werden.
2001: "Vision 2002" am Ende Das weit fortgeschrittene Projekt scheitert an der Finanzierung, Zonenvorschriften und dem Widerstand "von ein paar wenigen im Verein", wie Lämmli (rechts) in einem Interview sagt.
2003: Mittellandpark nimmt erste Hürde Der Aarauer Einwohnerrat heisst einen Kredit von 900'000 Franken für die Planung des Mittellandparkes deutlich gut.
2005: Niederlage an der Urne Das Aarauer Stimmvolk lehnt das 25-Millionen-Darlehen der Stadt für den Mittellandpark ab. Eine Umfrage ergibt, dass sich die Ablehnung primär gegen das Einkaufszentrum richtet. Wenig später geben die Initianten auf.
2006: Standort Buchs Neben der Sanierung des Brügglifelds und dem Torfeld Süd (Mittellandpark) kommen zwei neue Varianten aufs Tapet. Beide sehen Standorte in Buchs vor: Lostorf und die Obermatte.
2007: Torfeld Süd setzt sich durch Der Aarauer Einwohnerrat genehmigt im Juni einen Kredit von 1,6 Millionen Franken für ein Stadion mit Mantelnutzung im Torfeld Süd. Die Einkaufsfläche ist gegenüber dem Mittellandpark halbiert. Ebenfalls zur Diskussion steht die Buchser Obermatte. Sie findet lediglich bei einer linken Minderheit Anklang. Das Stimmvolk segnet den Kredit im Herbst ab.
2008: Volk sagt Ja Der Souverän der Stadt Aarau stimmt deutlich für einen Betrag von 17 Millionen Franken für ein neues FCA-Stadion im Torfeld Süd. Bauherrin ist die private HRS AG. Vorbild für das Stadion soll die Neuenburger "Maladière" sein (Bild). Insgesamt kostet das Stadion 36 Millionen Franken.
2009: Einsprachen Gegen Gestaltungsplan und Stadion-Baugesuch gehen 41 Einsprachen ein.
13.5.2010: Abstieg Schock für den FC Aarau: Der "unabsteigbare" Klub muss nach einem 1:4 gegen GC und dem gleichzeitigen Sieg von Bellinzona den Gang in die Challenge League antreten. David Marazzi (Bild) wird von seinen Emotionen überwältigt.
13.6.2010: Erneuter Abstimmungserfolg Die Nutzungsplanung "Torfeld Süd" schafft auch die letzte politische Hürde. In einer Referendumsabstimmung heisst das Volk die Spezialzone mit einer Ja-Mehrheit von 69,5 Prozent gut. Das Stadion könnte jetzt eigentlich gebaut werden. Wenn da nicht die Einsprachen wären.
23.2.2011: Kein Asyl für GC Mitten in die Stadionplanung platzt die Meldung, dass die Grasshoppers mit einem Umzug nach Aarau liebäugeln. Die Miete im Letzigrund ist GC zu hoch. Der FCA ersucht den Stadtrat, den Zürchern Asyl zu gewähren – wegen Synergien im geplanten Stadion. Der Stadrat lehnt das Begehren ab. Grund: Die Zusatzbelastung wäre für das Volk nicht zumutbar. Bild: Aarau's Michele Polverino, links, fällt nach im Zweikampf mit GC's Rolf Feltscher im Brügglifeld.
11.5.2011: Einsprachen abgelehnt Jetzt ist der Aargauer Regierungsrat an der Reihe: Die Kantonsregierung weist die verbliebenen Beschwerden vom Sommer 2009 ab und genehmigt sowohl die Spezialzone Torfeld Süd als auch den Gestaltungsplan. Mehrere Bewohner des Aarauer Gönhard-Quartiers ziehen ihre Beschwerde ans kantonale Verwaltungsgericht weiter.
9.12.2011: HRS muss Projekt erneuern Nach dem Entscheid des Einwohnerrates vom 14. November 2011, auf die Realisierung von polysportiven Mantelnutzungen im Stadionkomplex zu verzichten (zu teuer), muss die HRS das Projekt überarbeiten. Das Baugesuch muss ein zweites Mal aufgelegt werden. Die Grundeigentümerin Mobimo rechnet mit der Inbetriebnahme des Stadions im Jahr 2015.
2012: Stadionprojekt komplett überarbeitet Weil gegen das erste Baugesuch viele Einsprachen eingingen, präsentiert die HRS ein völlig überarbeitetes Projekt (Bild). Es ist der dritte Anlauf für ein Stadion im Torfeld Süd. Gegen das neue Projekt gehen vier Einsprachen ein. Drei werden später nach langen Verhandlungen zurückgezogen.
2013: Aufstieg Erfolg auf dem Rasen: Der FC Aarau steigt nach drei Jahren in der Zweitklassigkeit in die Super League auf.
2014: Durchbruch und neue Sorgen Der FCA jubelt: Der Stadtrat erteilt die lang ersehnte Baubewilligung für das Stadion. Doch neues Ungemach folgt sogleich: Der letzte verbliebene Einsprecher reicht Beschwerde gegen die Baubewilligung ein. Er wird als Stadionverhinderer landesweit bekannt, weil der "Blick" seine Identität teilweise aufdeckt. Er findet das geplante Einkaufszentrum zu gross.
2015: Beschwerde-Marathon 2015 ist das Jahr der Justiz im Fall Torfeld Süd: Der Aargauer Regierungsrat weist die Beschwerde des Anwohners am 21. Januar ab. Er zieht vor Verwaltungsgericht, unterliegt und gelangt ans Bundesgericht. Die Bundesrichter entscheiden vorerst, dass das laufende Verfahren keine aufschiebende Wirkung hat. Trotzdem warten Stadt und die Bauherrin HRS mit dem Baubeginn zu. Auch mit einem Ausstandsbegehren scheitert der Anwohner vor Verwaltungs- und Bundesgericht.
29.5.2015: Abstieg Der FC Aarau steigt in die Challenge League ab. Mit einem 3:2-Sieg gegen den FC Thun verabschiedet sich der Klub in die Zweitklassigkeit. Bild: Sandro Burki (links) und Kollegen applaudieren zum letzten Mal in der Super League.
2016: Machtwort Das Bundesgericht weist die Stadionbeschwerde ab. "Endlich: Das Stadion kann gebaut werden", titelt die Aargauer Zeitung. Heute wissen wir: Es ging noch immer nichts.
1.5.2017: Plan B Wegen den Einsprachen, strengeren Auflagen der Liga und neuen Gesetzen kostet das Stadion nun 20 Millionen Franken mehr. Die HRS präsentiert darum den Plan B: kein Einkaufszentrum, dafür Hochhäuser für Wohnungen, Gewerbe und kleine Läden im Erdgeschoss.
15.11.2017: Stadion-Retter? Erster Auftritt von "meinstadion.ch": Die Initianten um den früheren FCA-Präsidenten Michael Hunziker (Bild Mitte) halten nichts vom Plan B. Sie wollen, dass der ursprüngliche Plan umgesetzt wird, damit die am 18. Mai 2018 ablaufende Baubewilligung nicht verfällt. Um das fehlende Geld aufzutreiben, haben sie unter anderem ein Crowdfunding lanciert. Vier Millionen Franken sollen so zusammenkommen.
26.2.2018: Millionenstrafe gefordert "meinstadion.ch" fordert eine Konventionalstrafe von mindestens 5 Millionen Franken für die HRS, sollte diese ihrer Pflicht, dem Stadionbau, nicht nachkommen. HRS hat ein bewilligtes Stadion-Projekt, will aber statt eines Einkaufszentrums Hochhäuser bauen.
6.3.2018: Plan C HRS und "meinstadion.ch" skizzieren einen Plan C. In einer Mitteilung heisst es: "Eine Zwischenfinanzierung soll es ermöglichen, den Stadionbau vom Vorliegen von rechtskräftigen Baubewilligungen von Hochhäusern zu entkoppeln." Damit könnte mit dem Stadionbau begonnen werden, auch wenn für die Hochhäuser keine Baubewilligung vorliegt. Plan C würde rund 40 Millionen Franken kosten. Und Junioren müssen nicht mehr Kissen auf die Sitzflächen der besseren Plätze im Brügglifeld legen.
21.3.2018: Gemeinsam für Plan B Stadt, Bauherrin HRS, FCA und "meinstadion.ch" geben an einer gemeinsamen Medienkonferenz das Versprechen ab: Wir ziehen jetzt alle am gleichen Strick, am Strick Plan B (Stadion mit Hochhäusern). Darum braucht es eine erneute Abstimmung über die BNO-Revision (Bau- und Nutzungsordnung). Ein Ja ist die Voraussetzung für das neue Stadion. Die Bauherrin HRS unterstützt den FCA ausserdem in den nächsten fünf Jahren mit einer Million Franken, zusätzlich zu den bisher jährlich 70'000 Franken.
Plan B: Das Stadion mit Hochhäusern.
31.8.2018: Neues Baugesuch eingereicht Das Baugesuch des angepassten Projekts für das Stadion liegt auf dem Tisch der Aarauer Verwaltung. Das komplette Gesuch für das angepasste Stadion umfasst 20 Büroschachteln. Der Baubeginn für das Stadion erfolgt erst, wenn für die neben dem Stadion geplanten vier Hochhäuser eine rechtskräftige Baubewilligung vorliegt. Voraussetzung dafür ist, dass das Volk der BNO-Revision zustimmen wird.
7.2.2019: Bundesgericht hebt Urteil auf Das Bundesgericht heisst eine Beschwerde von sechs Personen gegen ein Urteil des Aargauer Verwaltungsgericht gut. Dieses hatte eine fristgerechte Eingabe der Beschwerdeführer nicht berücksichtigt. Es hatte den Fehler selbst bemerkt und vor Bundesgericht beantragt, dass die Beschwerde gutgeheissen wird.
3.5.2019: Stadion-Gegner blitzen beim Aargauer Verwaltungsgericht ab Das Aargauer Verwaltungsgericht weist drei Beschwerden zur Revision der Bau- und Nutzungsordnung (BNO) ab. Darunter auch jene, die es zum zweiten Mal bearbeiten musste, weil es beim ersten Mal das rechtliche Gehör der Beschwerdeführer verletzt hatte. Das Bundesgericht hatte das Urteil darum aufgehoben. Das Stadion geht frühestens in der Saison 2022/2023 in Betrieb.
16.8.2019: Politiker aus dem links-grünen, vereinzelt auch aus dem bürgerlichen Lager lancieren überraschend eine Volksinitiative für einen neuen Stadion-Standort – die Buchser Obermatte kommt wieder ins Gespräch.
26.8.2019: Der Aarauer Einwohnerrat heisst die Teilrevision der Bau- und Nutzungsordnung und den 17-Millionen-Kredit gut. Damit steht der Volksabstimmung im November 2019 nichts mehr im Weg. Im Bild: FDP-Fraktionschef Yannick Berner im FCA-Dress.
24.11.2019: Die Stadt Aarau sagt zu beiden Abstimmungen bezüglich Stadion im Torfeld Süd mit 61 Prozent Ja. Die Auflage der Baugesuche für Stadion, Hochhäuser und Zwischenbau ist frühestens nach den Sommerferien 2020 realistisch.
5.6.2020: Die Auflage des Baugesuches verzögert sich, das Verfahren ist anspruchsvoll und der Druck der Stadion-Gegner weiterhin gross. Es könnte darum sein, dass das Aarauer Stadion erst 2028 steht.

Seit über 30 Jahren ist klar, dass der FC Aarau ein neues Stadion braucht. Was bisher geschah, erfahren Sie in der Bildergalerie.

zvg/nightnurse images, Montage: AZ

Reden wir über das Verfahren. Bei der Teilrevision Nutzungsplanung Stadion befinden wir uns in der Phase der Verhandlungen mit den Einwendern ...
Genau.

Morgen beginnt das Mitwirkungsverfahren zum Gestaltungsplan.
Daran kann sich jeder beteiligen – unabhängig von der Betroffenheit.

Am ursprünglichen Terminplan hat sich also nichts verändert?
Aber es ist nicht auszuschliessen, dass es noch Änderungen geben wird. Das hat mit der Gesamtrevision der Bau- und Nutzungsordnung (BNO) der Stadt Aarau zu tun, die der Einwohnerrat am übernächsten Montag behandeln wird.

Wie bitte?
Wenn die BNO vom Einwohnerrat nicht verabschiedet, sondern mit einer Reihe von Änderungswünschen an den Stadtrat zurückgewiesen wird, braucht es voraussichtlich eine neue Auflage der BNO.

Was heisst das für die Teilrevision Stadion?
Wir werden, wie bereits angekündigt, unmittelbar nach der Rückweisung der BNO durch den Einwohnerrat eine Entkoppelung vornehmen: Die Teilrevision Stadion wird neu auf das Fundament der alten BNO gestellt.

Das bedeutet?
Es braucht nochmals eine Auflage – analog derjenigen, die bis zum 28. Mai stattfand. Dabei befürchten wir allerdings keine grossen zeitlichen Verzögerungen.

Aber die Volksabstimmung über die Teilrevision Nutzungsplanung Stadion findet später statt ...
... möglicherweise wird sie dann nicht im Februar, sondern im Mai durchgeführt.

Wie weit sind die Verhandlungen über den Kaufvertrag für das Stadion mit der HRS fortgeschritten?
Da sind wir trotz der hohen Komplexität sehr gut unterwegs. Wir hoffen auf eine Unterzeichnung im September. Das rechtliche Konstrukt steht. Es geht unter anderem um die Beschreibung des Stadions – bis hin zu den Steckdosen in den einzelnen Räumen. Allerdings gibt es in einer ersten Phase erst einen Konzeptplan. Die Details werden dann im Herbst im Raumbuch definiert.

Grundsätzlich hat sich am Stadion nichts geändert?
Nein, wir bekommen immer noch ein superleague-taugliches Stadion mit 10 000 Zuschauerplätzen. Änderungen gab es einzig bei der Grösse und Anordnung einzelner Räume, beispielsweise der Garderoben.