SP will die Schliessung der Poststellen in Rohr und Telli verhindern

Die Poststellen in Rohr und in der Telli gelten als gefährdet. Nun hat die SP Aarau eine Petition lanciert, um die Filialen zu retten.

Nadja Rohner
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Die Mitglieder der SP Aarau lancierten an der Generalversammlung einstimmig die Petition für den Erhalt der Poststellen Telli und Aarau Rohr. ZVG

Die Mitglieder der SP Aarau lancierten an der Generalversammlung einstimmig die Petition für den Erhalt der Poststellen Telli und Aarau Rohr. ZVG

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Die Gewerkschaft Syndicom hat kürzlich die «Gefährdungskarte Poststellen Schweiz» publiziert. Darauf ist zu sehen, dass im Raum Aarau ausser der Post beim Bahnhof Aarau und der Poststelle in Suhr alle Filialen von einer Schliessung bedroht sind. Kein Wunder: Bis 2020 will die Post fast 600 Poststellen in der ganzen Schweiz schliessen. Die SP Aarau hat nun eine Petition lanciert, um die Filialen in der Telli und in Rohr zu retten. Die Petition fordere den Stadtrat eindringlich dazu auf, sich beim Regierungsrat und der Schweizerischen Post AG «vehement und mit allen zur Verfügung stehenden rechtlichen Mitteln sowie mit seinem politischen Einfluss» gegen die Schliessung dieser Poststellen einzusetzen.

«Die Post nimmt im Laufe des Frühlings Gespräche mit dem Stadtrat auf», erklärt Stadtparteipräsidentin Gabriela Suter. «Unsere Petition soll dem Stadtrat dabei als gewichtiges Argument dienen – wenn er belegen kann, wie viele Leute sich für den Fortbestand der beiden Poststellen aussprechen, hilft das bei den Verhandlungen.» Zugleich soll die Petition «den nötigen Druck aufbauen, um der Post die Entscheidfindung zu erleichtern». Die Post dürfe diesen Entscheid nicht nur nach ökonomischen Gesichtspunkten fällen, findet Suter. «Eine vollständige Poststelle ist ein wichtiger Standortvorteil. In Rohr wurden seit der Fusion sukzessive Leistungen und Infrastruktur abgebaut. Das ist vor allem für die ältere Bevölkerung ein Problem. Wir wollen verhindern, dass nun auch die Post verschwindet.» Bereits vor einigen Jahren hatten es die Tellianer mit einer Unterschriftensammlung geschafft, ihre Post zu retten. Andere hatten weniger Erfolg: In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche klassische Poststellen geschlossen und durch Postagenturen in Dorfläden, Apotheken (wie in Küttigen), an Bahnschaltern (Muhen) oder auf den Gemeindekanzleien (Reitnau) ersetzt.

In den Postagenturen kann man Briefe und Pakete aufgeben und abholen, Briefmarken kaufen, Bargeld beziehen (mit der Postfinance-Karte, maximal 500 Franken) und grösstenteils auch Einzahlungen (nur bargeldlos) erledigen.