Aarau

T.u.T. wird politisch aktiv für Theaterszene in der Region Aarau

Es gibt nur ein Ziel: Die alte Reithalle soll auch diesen Sommer bespielt werden. Das findet die Interessensgemeinschaft Darstellende Künste Aargau (T.u.T.). An einer Versammlung gaben die Mitglieder das Okay für die Übergabe an den neuen Verein.

Sabine Kuster
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Künftig wird die alte Reithalle unter der Führung der Tuchlaube bespielt.

Künftig wird die alte Reithalle unter der Führung der Tuchlaube bespielt.

Die Interessentsgemeinschaft Theater und Tanz (T.u.T) ist einverstanden, dass nun die Tuchlaube nun die alte Reithalle bespielt. Dies, obwohl T.u.T. selbst den Auftrag dazu abgeben musste, beziehungsweise der Kanton den Vertrag mit T.u.T. nicht verlängerte.

Das zeigte auch die Versammlung am letzten Freitag mit zwanzig Teilnehmern. «Die Tuchlaube ist der richtige Träger dafür», sagt Christoph Schenker vom Vorstand. Auch dass die Infrastruktur der Tuchlaube zur Verfügung gestellt wird, sei diskussionslos genehmigt worden: Die Immobilienverwaltung des Kantons übernimmt die fixe Infrastruktur wie Starkstromanschluss, Notbeleuchtung, Wasseranschluss und den Boden. Der Erlös daraus gibt T.u.T. an den neuen zuständigen Unterverein der Tuchlaube weiter. Die mobile Veranstaltungstechnik (Licht und Ton) bleibt im Besitz von T.u.T, kann vom neuen Verein aber kostenlos genutzt werden.

Mehr Ressourcen für politische Aktivität

«Unser Engagement war auf drei Jahre angelegt», sagt Christoph Schenker, «die sind jetzt vorbei.» Der Aufwand für die Bespielung sei so gross gewesen, dass man nicht auch noch politisch habe aktiv sein können. Das will T.u.T. nun nachholen und sich für die Tanz- und Theaterszene der Region stark machen. So soll beispielsweise eine Regionalgruppe des Schweizer Berufsverband der Freien Theaterschaffendenerbandes «Act» gegründet werden um «gewisse Diskussionen» anzustossen.

Auch aus diesem Grund ist T.u.T. die Bespielung der Reithalle wichtig: «Nur so können wir das Ziel ‹Oxer› in der Politik und Bevölkerung im Bewusstseit behalten», sagt Schenker.

Präsidentin Bühler tritt zurück

Die bisherige Präsidentin von T.u.T., Margrit Bühler verlässt die Interessensgemeinschaft. Weiter im Vorstand bleiben Anouk Gyssler, Kathrin Veith, Marco Käppeli und Christoph Schenker. Schenker ist auch Leiter des Betriebsbüros der Tuchlaube Aarau.