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Trotz Fifa-Affäre: Sepp Blatter soll im November in Erlinsbach auftreten

Noch-Fifa-Boss Sepp Blatter soll im November trotz der Fifa-Wirren vor dem Business Club Mittelland im Restaurant Hirschen in Erlinsbach auftreten. Am Donnerstag war Navyboot-CEO Philipp Gaydoul zu Gast.

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Mächtiger Mann in der Region zu Gast: Noch-Fifa-Präsident Sepp Blatter

Mächtiger Mann in der Region zu Gast: Noch-Fifa-Präsident Sepp Blatter

Keystone

Raoul D. Stöhlker engagiert gern Referenten, die polarisieren. Und wer erfüllt dieses Kriterium besser als Sepp Blatter?

Im November soll der Fifa-Präsident – für die einen eine gottähnliche Figur, für andere die Personifizierung des Fifa-Korruptionssumpfs – deshalb im Rahmen der regelmässig stattfindenden und von Stöhlker mitorganisierten Lunchveranstaltungen des Business Clubs Mittelland im «Hirschen» in Erlinsbach auftreten.

Die Verhaftung mehrerer hochrangiger Fifa-Funktionäre von Ende Mai in Zürich und die Rücktrittsankündigung Blatters ändern daran nichts. «Natürlich kommt er», sagt Raoul D. Stöhlker.

Und der Geschäftsführer der PR-Agentur Stöhlker AG muss es wissen. Schliesslich arbeitete sein Vater, Klaus J. Stöhlker, von Januar bis Ende Mai dieses Jahres als persönlicher Berater von Blatter.

In der «Schweiz am Sonntag» deutete Stöhlker senior kürzlich gar die Möglichkeit an, dass Sepp Blatter seinen Rücktrittsentscheid überdenken könnte. Es sei schwer, «jemanden zu finden, der ebenbürtig ist».

Hohe Gäste vor dem Business Club Mittelland im Hirschen in Erlinsbach Am Donnerstag war Philipp Gaydoul zu Gast.

Hohe Gäste vor dem Business Club Mittelland im Hirschen in Erlinsbach Am Donnerstag war Philipp Gaydoul zu Gast.

Chris Iseli

«Lohndiskussion wird kommen»

Ebenbürtig, was das Polarisierungspotenzial anbelangt, ist wohl auch Philipp Gaydoul nicht. Der CEO der Schuhmarke Navyboot und Enkel des Denner-Gründers war gestern zu Gast beim Business Club Mittelland. Im Gespräch mit az-Chefredaktor Christian Dorer trat er vor allem als Warner auf.

Die Folgen des starken Frankens würden unterschätzt, sagte er. «Alle hoffen, dass dies ein Wölkchen ist, das vorüber zieht. Aber so einfach wird das nicht gehen.» Der Umsatzverluste im Detailhandel seien dramatisch, so Philipp Gaydoul. Er schliesse deshalb nicht aus, dass man in der Schweiz künftig auch über Lohnsenkungen diskutieren müsse. Ausserdem müssten Werte wie Loyalität und der Servicegedanke wieder wichtiger werden: «Wir haben das ein bisschen verlernt.»

Lesen Sie mehr von Philipp Gaydoul im nächsten Montagsinterview.

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