Suhr
Verzögerung bei der Alterssiedlung Genossenschaft LEBENsuhr

Stetig werden es mehr Genossenschafter bei LEBENsuhr – doch diese kannten lange die Preise der Wohnugnen nicht. An einer Informationsveranstaltung gab es Kartoffelsalat und Kultur statt Informationen. Nun hat die Genossenschaft dies nachgeholt.

Sabine Kuster
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So soll die Überbauung mit zwei Wohnhäusern für die Generation 50+ aussehen. Visualisierung: ZVG

So soll die Überbauung mit zwei Wohnhäusern für die Generation 50+ aussehen. Visualisierung: ZVG

In Suhr sollen am Mühlemattweg zwei Bauten mit Wohnungen beziehungsweise Eigentumswohnungen für Senioren entstehen. Bislang hat die Genossenschaft LEBENsuhr das Meiste richtig gemacht: Das Projekt ist in Suhr verankert und bekannt und auch im Sinne des Gemeinderates. Auch die stetig steigende Anzahl der Genossenschaftsmitglieder zeigt es. Mittlerweile sind es hundert, Ende 2012 waren es noch siebzig. Der Gestaltungsplan wurde nach der Bereinigung einer Einsprache am 13. September vom Kanton bewilligt und sogar die Nachbarn der Liegenschaft wurden schon informiert.

Würste statt Informationen

Doch nach der letzten Informationsveranstaltung für 120 Genossenschafter und Interessierte Ende August gingen nicht alle zufrieden nach Hause: Zwar wurden im Festzelt auf dem künftigen Baugelände Kartoffelsalat und Bratwürste aufgetischt, für kulturelle Unterhaltung sorgte das Theater Marie und es wurde über Kunstvermittlung diskutiert. Doch wie viel die Wohnungen nun kosten und wie sie aussehen werden, das erfuhren die Genossenschafter noch immer nicht.

Stattdessen hiess es, man rechne mit dem Bezugstermin im Herbst 2015 – bisher war jedoch von Ende 2014/ Anfang 2015 die Rede gewesen. Verschiedene Genossenschafter, die sich fragten, ob nicht im Endeffekt sie selbst den Kartoffelsalat bezahlen, zeigten sich unzufrieden.

Jetzt sind die Preise bekannt

Boris Kathe, Vizepräsident und Immobilienmakler für LEBENsuhr sagt dazu, der Gestaltungsplan habe mehr Zeit gekostet, nun arbeite man aber mit «Vollgas» am Projekt.» Die Genossenschafter wurden Mitte September noch einmal eingeladen und die fehlenden Preise sowie Pläne inzwischen nachgeliefert.

Die Wohnungen sind bezahlbar: 1285 Franken kostet die günstigste und kleinste (75 m2) im Erdgeschoss, 1830 Franken eine 101-m2-Wohnung im 2. Stock. Die Teuerste (124 m2) im 4. Stock kostet 2630 Franken im Monat. Drei der 30 Wohnungen sind reserviert. Von den Eigentumswohnungen sind bereits neun von 27 reserviert – vor allem im oberen Segment um 750 000 Franken. Die günstigste Wohnung (77 m2) ist für 438 000 Franken zu haben. Der Spatenstich des 36-Millionen-Projektes soll im Sommer 2014 erfolgen.

Ehrenamtliche Arbeit

Die Genossenschaft wird von einem sechsköpfigen Vorstand geleitet, der ehrenamtlich arbeitet. Vizepräsident Boris Kathe, der den Präsidenten René Wabo Weber in seiner Abwesenheit im Ausland vertritt, sagt, die letzten Monate sei eine «sehr intensive Zeit», mit viel investierter Freiwilligenarbeit gewesen.