Aarau

Wo die Videokameras Schläger und Vandalen vertreiben

Fünf Orte lässt die Stadt seit längerem mit Kameras überwachen. Nun bringt sie Hinweisschilder an, die darauf hinweisen, weil ein neues Reglement so verlangt. Doch nicht nur die Stadt überwacht, auf Private tun dies immer häufiger.

Sabine Kuster und Fabio Baranzini
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Videoüberwachung beim Parkplatz Kettenbrücke

Videoüberwachung beim Parkplatz Kettenbrücke

Fabio Baranzini

Oberstufenschulhaus im Schachen, Zelglischulhaus, Parkhaus Flösserplatz und die beiden Parkplätzen Kettenbrücke und Sporthalle: An diesen fünf Standorten überwacht die Stadt das Geschehen mit 44 Kameras. Jetzt hat die Stadt aufgrund eines neuen Reglements auch Hinweisschilder angebracht, die auf die Überwachung hinweisen. Damit befolgt sie die Vorgaben des kantonalen Gesetzes. Die Videokameras auf öffentlichen Raum müssen zudem vom Datenschützer auch bewilligt sein. Das entsprechende Gesetz tritt am Freitag in Kraft.

Die Überwachungskameras zeigen Wirkung. «Seit die Kameras in Betrieb sind, hat sich die Situation massiv gebessert», sagt Daniel Müller von der Sektion Liegenschaften in Aarau. Mehrere zerstörungswütige Täter konnten dank ihnen überführt werden.

Geschäfte sind gut geschützt

Doch wo wird Aarau sonst noch überwacht? Auf einem Rundgang durch Aarau fällt auf, dass in sehr vielen Geschäften Kameras installiert sind, in halb-öffentlichen Räumen hingegen weniger als erwartet. So sind beispielsweise weder in der Altstadt noch im Kasino Park oder der Igelweid Kameras sichtbar. Hingegen befinden sich der WSB-Bahnhof, die Citymärt-Passage und das Fussballstadion im Blickwinkel einer Videokamera.

Erfolgreich gegen Vandalismus

Auch im Park der Alten Kantonsschule Aarau wird mit Videokameras gearbeitet - mit durchschlagendem Erfolg. «Zuvor hatten wir im Zeitraum von zwei bis drei Jahren zunehmend Probleme mit Schlägereien, Vandalismus und Littering», erzählt Peter Hänsli Prorektor der AKSA. Nach der Installation seien kaum mehr Vorfälle gemeldet worden. Allerdings hat er, genau wie Daniel Müller, die Erfahrung gemacht, dass die Videokameras keine totale Sicherheit bieten können. «In den vergangenen zwei Monaten hat das Littering wieder zugenommen.»

Die Aarauer Badi wird übrigens im Zuge der im August beginnenden Renovationsarbeiten aus Sicherheitsgründen für 30000 Franken eine Unterwasservideoüberwachung installieren.