Eishockey
Zum perfekten Turnier fehlten knapp vier Minuten

Guter Sport und gute Stimmung am 18. Mininovizenturnier auf der Keba. Den Sieg verpassten die einheimischen Junghockeyaner am Schluss nur hochdünn. Gewonnen haben das Turnier die Mininovizen aus Feldkirch.

Christoph Bopp
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Die Aarauer Mininovizen belagern das gegnerische Tor: Diesmal Fehlanzeige.Christian Kohli

Die Aarauer Mininovizen belagern das gegnerische Tor: Diesmal Fehlanzeige.Christian Kohli

Ein perfektes Turnier wäre es fast geworden, dieses 18.Mininovizen-Turnier, das der EHC Wettingen-Baden zum ersten Mal mit dem EHC Aarau zusammen organisierte. Nach Aarau in die Halle zügelte man das Turnier, damit auch die besseren Teams, die das Playoff geschafft haben, teilnehmen konnten. «Wenn die Sonne aufs Eis scheint und es 20Grad warm ist, wird es auf der offenen Eisbahn im Wettinger Tägi etwas kritisch,» sagte OK-Präsident Andreas Münch. In der altehrwürdigen Keba-Halle kann man die Saison etwas länger in den Frühling hinein laufen lassen.

Bis zum letzten Spiel klappte alles ordentlich. Auch sportlich. Hatten sich doch die einheimischen Argovia Stars ohne Punktverlust ins Finale gespielt. Auch das 3:2 im Halbfinal gegen Bellinzona war souveräner, als es das Resultat ausdrückt. Gegner um den Turniersieg war die Mannschaft aus Feldkirch, die zwar am Samstag gegen Bellinzona drei Punkte liegen gelassen hatte, aber trotzdem souverän das Finale erreichte. (In der Vorrunde wurden zwei Halbzeiten gespielt, die separat gewertet wurden.)

Bis zur Schlusssirene...

Es schien – wie gesagt – perfekt zu laufen. Aber die letzten fünf Minuten auf dem Eis hatten es in sich. Die Argovia Stars, zusammengesetzt aus den fortgeschritteneren Spielern von Wettingen-Baden und Aarau, führten im Final gegen den VEU Feldkirch mit 3:2 und schienen das Spiel einigermassen unter Kontrolle zu haben.

In den ersten 20 Minuten hatten sie die österreichischen Kollegen sogar dominiert. Nach der gewohnt starken Startphase war ihnen das 1:0 schon nach einer guten Minute geglückt. Den Ausgleich der Feldkirchner steckte man locker als Betriebsunfall weg und powerte weiter. Die Gäste kamen fast nicht mehr aus dem eigenen Drittel heraus und mussten sich mit Fouls behelfen. Die Folge waren zwei Überzahltore durch die Aarauer.

Nach der Pause sah es dann anders aus. Wie wenn sie die Leibchen getauscht hätten, dominierten jetzt die Weissen. Und die Aarauer kamen zu spät. Beim ersten Powerplay erzielte Feldkirch nach einer schönen Kombination den Anschlusstreffer. Dann die erwähnten letzten fünf Minuten. Erneut mit einem Mann auf der Strafbank kassierte der EHC Aarau den Ausgleich. Und knapp zwei Minuten vor Schluss noch das 3:4. In der letzten Minute ging es zwar noch einmal drunter und drüber, die halbe Feldkirchner Mannschaft lag im eigenen Tor, aber der Puck wollte nicht mehr rein.

Jetzt halt der Aufstieg?

Die Niederlage am eigenen Turner war zwar ärgerlich, aber gespielt hatte man nicht schlecht. Das gibt Hoffnung für das Aufstiegsspiel in die Top-Liga gegen Seewen. Ins Hinspiel am nächsten Mittwoch in Dielsdorf sollte man mindestens den Schwung der ersten Halbzeit mitnehmen.

Die jüngeren Spieler von Wettingen-Baden und Aarau kamen dank gutem Kampfgeist noch auf Platz 7. Der EHC Olten musste sich am Samstag mit nur noch neun Spielern von den Aarauern zwar mit total 11:0 abfertigen lassen (Eine Sternstunde für die Aarauer, die einem Zuschauer das Bonmot entlockte: «Leckereien für die Eltern, Balsam für die Spieler.»), gewann aber das Spiel um Platz 5 gegen den SC Bern mit 2:1. Auf Platz 3 kamen die starken Bülacher.

Resultate Platzierungsspiele: 7./8. Wettingen-Baden - Lyss 3:2. 5./6. Olten - SC Bern Future 2:1. 3./4. Bülach - Bellinzona 6:1. 1./2. Feldkirch - Aarau 4:3.