Kantonspolizei Aargau

Auf Facebook präsent: Für die Kapo aus «praktischen Gründen» nicht möglich

Via Facebook und Twitter geht die Zürcher Stadtpolizei seit gestern auf Verbrecherjagd. Die Kantonspolizei wird bald nachziehen. Für die Kantonspolizei Aargau ist dies jedoch kein Thema. Es fehlen die Ressourcen.

Lea Durrer
Drucken
Teilen
Stadtpolizei Zürich ist seit gestern auf Facebook. Wann ist die Kantonspolizei Aargau auf den Sozialen Netzwerken präsent?

Stadtpolizei Zürich ist seit gestern auf Facebook. Wann ist die Kantonspolizei Aargau auf den Sozialen Netzwerken präsent?

AZ

«Für uns ist es derzeit kein Thema», sagt Bernhard Graser, Mediensprecher der Kantonspolizei Aargau, auf Anfrage. Man hätte einen Auftritt der Kapo auf Sozialen Netzwerken schon diskutiert, sei jedoch zum Schluss gekommen, im Moment darauf zu verzichten.

Gegen die Idee an sich, hat Graser nichts einzuwenden. «Das Problem sind die Ressourcen», erklärt er. «Wir vom Mediendienst wären prädestiniert für diese Aufgabe. Da wir aber schon jetzt minimal besetzt sind, wäre es eine Zusatzbelastung.»

Gefahr von Mehrarbeit

Mit dem Auftritt der Kapo auf Sozialen Netzwerken sei die Gefahr gross, dass viele zusätzliche Ressourcen gebraucht würden. Diese Mehrarbeit will und kann die Kapo derzeit nicht tragen.

Zürcher Stadtpolizei auf Facebook

Via Facebook und Twitter geht die Zürcher Stadtpolizei seit gestern auf Verbrecherjagd. «Ab sofort posten wir auf dieser Seite Fahndungen, Zeugenaufrufe und weitere Informationen, die für Sie von Interesse sein könnten», schreibt die Stadtpolizei auf ihrem Facebook-Profil.

Erstmal für ein halbes Jahr auf Probe. Stösst das Projekt auf fruchtbaren Boden, wird es weitergeführt.

Bereits auf Facebook tätig sind die Polizeien in Waadt und Schaffhausen. (ldu)

Schon die sogenannte «Kontaktbox» der Kapo bedeutet viel Arbeit für die Polizisten. Die Anfragen und Feedback gilt es anzuschauen und zu gewichten. Auch die Kommentare müssen ausgewertet werden.

Wichtiger Dialog mit Bevölkerung

Für Bernhard Graser steht fest: «Es ist wichtig, im direkten Dialog mit der Bevölkerung zu stehen.» Solange jedoch nicht genügend Ressourcen zur Verfügung stehen, und die Seiten somit nicht immer aktuell gehalten werden können, verzichtet die Kantonspolizei «aus praktischen Gründen» auf den Dienst.

Die Kantonspolizei Aargau will erst einmal schauen, wie sich die Präsenz der Polizeien auf Facebook und Co. auswirkt. «Es muss sorgfältig analysiert werden, welchen Nutzen das Ganze für die Polizei hat», so der Mediensprecher.