Flughafen Kloten

Der designierte Regierungsrat Markus Dieth wehrt sich mit "Baden Regio" gegen Fluglärm

Immer mehr Stimmen wehren sich gegen den Entwurf des Sachplans Infrastruktur Schweizer Luftfahrt. Es wurde eine Petition gegen den Fluglärm im Ostaargau lanciert. Und nun meldet sich auch der Präsident von «Baden Regio» und designierte Regierungsrat Markus Dieth zu Wort.

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So laut wie ein Staubsauger: Ein Flugzeug im Anflug.

So laut wie ein Staubsauger: Ein Flugzeug im Anflug.

Kenneth Nars

«Bereits zum dritten Mal seit 2013 werden die Gebiete mit Lärmauswirkungen definiert. Und jedes Mal muss festgestellt werden, dass die effektive Lärmbelastung viel weiter geht», wird der frisch gewählte Regierungsrat Markus Dieth (CVP) in einer Medienmitteilung zitiert.

Weiter sagt er, dass Grenzwerte da seien, um eingehalten zu werden und nicht «um sie zu überschreiten». Es sei nicht verständlich, weshalb der Bund nicht regulierend einschreite.

Den Präsidenten des Vereines «Baden Regio» lassen etwa die Festlegung von Betriebszeiten, sowie die Stundenkapazität aufhorchen. Dazu auch die Erhöhung der Flugbewegungen in den Nachtstunden.

Die Organisation, zu der alle Gemeinden des Bezirks Baden (ausser Bellikon und Künten), sowie Schneisingen (Bezirk Zurzach) gehören, will sich gegen eine «schleichende Ausdehnung von Flugbewegungen und die damit verbundenen Lärmemissionen» wehren.

Im Fokus des Sachplans Infrastruktur des Bundes liegt die Erhöhung der Sicherheit. die Organisation schreibt weiter in der Medienmitteilung, dass durch eine Entflechtung der An- und Abflüge neue Kapazitäten entstehen – diese müssen jedoch dafür eingesetzt werden, dass der Flugplatz eingehalten werde.

Spreitenbach wird entlastet

Durch diese geplante Auffächerung werden die Gemeinden Spreitenbach und der Mutschellen zwar entlastet – jedoch sind die nördlich gelegenen Gemeinden umso stärker betroffen: So würden etwa die Siedlungsgebiete von Wettingen, Neuenhof so wie dem Rohrdorferberg überflogen. Daher verlangt die Organisation «dass die Flugrouten so kanalisiert und festgelegt werden, dass sie kein oder kaum Siedlungsgebiet tangieren». Dazu habe der Kanton bereits Alternativrouten vorgeschlagen, welche dies besser berücksichtigen würden.

Weiter heisst es, dass eine Abstimmung des Flugbetriebes auf die «raumplanerischen Rahmenbedingungen» unabdingbar sei, da der Kanton gerade mit den Gemeinden den Kantonalen Richtplan überarbeite, um die Zersiedlung zu stoppen.