Turgi

Der Wakker-Preis-Gewinner Turgi setzt sich neue Ziele bis 2017

Turgi gewann 2002 in der Siedlungspolitik den Wakker-Preis. Ammann Peter Heiniger sagt, was in der preisgekrönten Gemeinde in den nächsten Jahren ändern soll. Das Ortsbild ausserhalb des Zentrums muss neu gestaltet werden.

Pirmin Kramer
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Einwohner sollen mitbestimmen, wie das Ortsbild künftig aussieht.

Einwohner sollen mitbestimmen, wie das Ortsbild künftig aussieht.

Franz Killer

Geschichte wiederhole sich, sagt Peter Heiniger (61), Gemeindeammann von Turgi. Er sass bereits in den 80er-Jahren im Gemeinderat, als die Bau- und Nutzungsordnung (BNO) erarbeitet wurde. Mit Erfolg: 2002 gewann Turgi für das Engagement in der Siedlungspolitik den Wakker-Preis.

Nun hat der Gemeinderat die Ziele bestimmt, die er bis ins Jahr 2017 erreichen will – erneut soll die BNO überarbeitet werden. «Viele Gemeinden im Kanton Aargau wollen ihr Zentrum dichter bebauen. In Turgi ist das nur noch bedingt möglich, denn im Dorfkern fand die sogenannte innere Verdichtung längst statt», sagt Heiniger.

Für Turgi stelle sich die Frage, wie das Ortsbild ausserhalb des Zentrums künftig aussehen soll. «Wir müssen uns beispielsweise überlegen, ob wir Quartiere mit Einfamilienhäusern wünschen, oder ob mehrgeschossige Bauten besser zu Turgi passen würden.» Einwohner sollen in einer Arbeitsgruppe mitbestimmen können, wie das Ortsbild künftig aussehen könnte, sagt Heiniger.

Seine Vision des zukünftigen Turgi will er derzeit noch nicht kundtun. «Nur so viel: Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass wir so stark wachsen, wie das der Kanton prognostiziert hat.» Rund 3000 Menschen leben momentan in Turgi, prognostiziert worden ist bis ins Jahr 2035 eine Zuwachsrate von rund 22 Prozent.

In dieser Legislaturperiode werde wohl auch feststehen, ob die reformierte Kirche neu gebaut werde oder nicht. «Das Gesuch ist aber noch nicht eingegangen», sagt Heiniger.

Ladenerhalt auch in Turgi ein Thema: mittels Werbung?

Im Auge behalten will der Gemeinderat die Bahnhofstrasse. «Die Erhaltung der Läden an der Bahnhofstrasse sowie aller Restaurants sind uns ein grosses Anliegen», sagt Heiniger. Der Gemeinderat sei gewillt, die Gewerbetreibenden zu unterstützen. «Diese Ladenbesitzer müssen aber auch Eigeninitiative zeigen.»

Würenlingen, wo Heiniger viele Jahre im Gewerbeverein tätig war, habe es vorgemacht. «Dank der vielen Werbung, die dort gemacht wurde, geht es heute viele Läden gut», sagt Heiniger.

Gerne vorantreiben würde der Gemeinderat in den kommenden Monaten die Sanierung der Landstrasse in Richtung Gebenstorf. «Die Strasse befindet sich in einem nicht allzu guten Zustand.» Allerdings seien dem Gemeinderat die Hände gebunden. «Der Ball liegt derzeit beim Kanton.»