Würenlos

Eltern erfahren, was sie und ihre Sprösslinge in der Erziehung benötigen

Die Elternrunde Baden/Wettingen nimmt die «Elternlehre» in ihr Programm auf. Sie richtet sich an Eltern von Babys und Kleinkindern bis zu drei Jahren. In drei Modulen können Eltern lernen, wie sie auf die Bedürfnisse ihrer Kinder reagieren können.

Jérôme Jacky
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Christa Meier von der Elternrunde (links) und die Kursleiterin Marianne Kaufmann.

Christa Meier von der Elternrunde (links) und die Kursleiterin Marianne Kaufmann.

Jérôme Jacky

Was bedeutet es, Vater und Mutter zu sein? Wie viel Geborgenheit und Entdeckungsfreiraum benötigt ein Kleinkind? Das sind Fragen, die in der «Elternlehre» behandelt werden. Der Lehrgang für Eltern von Babys und Kleinkindern basiert auf dem Fit-Konzept des Kinderarztes und Buchautors Remo H. Largo.

Einmal im Monat kommen Eltern zusammen, um von einer zertifizierten Kursleiterin unter Einbezug eines Kinderarztes und der Mütter- und Väterberatung Erziehungsgrundlagen zu erlangen. «Dabei steht auch der Austausch zwischen den Eltern im Zentrum, um Alltagserfahrung in der Erziehung besprechen zu können», erklärt Christa Meier von der Elternrunde.

Die «Elternlehre» ist in drei Module gegliedert; der Kursaufbau ist der Entwicklung des Kindes angepasst. Das erste Modul wendet sich an Eltern mit Kindern im ersten Lebensjahr. Marianne Leber, Kursleiterin der «Elternlehre», erklärt, dass sich mit der Geburt eines Kindes auch der Alltag eines Paares verändern würde: «Mit einem Mal sind viele ungewohnte Aufgaben zu erledigen und viele neue Eindrücke zu verarbeiten.

Das kann auch mal zu Konflikten in einer Beziehung führen», sagt Leber. Zusätzlich zu der neuen Situation steige der Druck aus der Umwelt: «Als Elternteil hat man oft das Gefühl, immer perfekt sein zu müssen», sagt Meier. Diese Angst wird in der «Elternlehre» genommen.

Das zweite Modul konzentriert sich auf den Wissensdurst von Kleinkindern. Der Kurs thematisiert, wie Eltern ihr Kind fördern und fordern können. Im Mittelpunkt steht der Lernprozess des Kindes. «In den ersten Lebensjahren lernen Kinder vor allem durch die Nachahmung und das selbstständige Entdecken und Spielen, später durch Anweisungen der Eltern», erklärt Leber.

Mittels Filmsequenzen wird aufgezeigt, wie stark Eltern ihre Kinder beim Spielen und Lernen unterstützen können. Denn kleine Hilfestellungen der Eltern beugen unnötigen Frust des Kindes vor.

Im dritten Modul stehen vor allem die Themen Freiheit und Grenzen im Zentrum. Ein zwei- bis dreijähriges Kind hat nun das Sprachverständnis, Regeln und festgelegte Konsequenzen zu verstehen. «Eine klare, eindeutige und liebevolle Haltung der Eltern geben dem Kind Orientierung und Sicherheit», sagt Leber. Ebenfalls für Orientierung sorgen Tischrituale, geregelte Tagesstrukturen oder Einschlafrituale.

«Die ‹Elternlehre› definiert nicht, was gute Eltern sind», halten sowohl Christa Meier sowie Marianne Leber fest. Sie wolle Eltern viel eher Halt und Sicherheit in Erziehungsfragen bieten.

Informationen und Anmeldung:

Start der Elternlehre ist am 3. April;

Christa Meier, 079 540 83 65;

christa.meier@elternrunde.ch