Ehrendingen

Erschwerende landwirtschaftliche Bedingungen: Millionenkredit für Bodenverbesserungen beantragt

In der Aargauer Gemeinde Ehrendingen im Bezirk Baden soll das Landwirtschaftsland zusammengelegt und neu auf die Eigentümer aufgeteilt werden. Das Projekt für diese Melioration beträgt 7,22 Millionen Franken. Kanton, Gemeinde und Bund bezahlen den überwiegenden Teil.

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In Ehrendingen soll das Landwirtschaftsland zusammengelegt und neu aufgeteilt werden. (Themenbild)

In Ehrendingen soll das Landwirtschaftsland zusammengelegt und neu aufgeteilt werden. (Themenbild)

KEYSTONE/URS FLUEELER

Das Ziel der Gesamtmelioration sei die Verbesserung der landwirtschaftlichen Infrastrukturen wie Hofzufahrten und Flurwege, die Arrondierung der Parzellen sowie die Verbesserung des Wasserhaushalts im Landwirtschaftsland, hält der Regierungsrat in seiner am Freitag veröffentlichten Botschaft fest. Auch Anliegen der amtlichen Vermessung, der Öffentlichkeit sowie der Natur und Umwelt würden umgesetzt.

Die Kosten für das gesamte Projekt belaufen sich auf 7,22 Millionen Franken. Der Kanton soll 35,5 Prozent beziehungsweise 2,47 Millionen Franken bezahlen. Der Grosse Rat muss den entsprechenden Kredit bewilligen.

Der Bund übernimmt 2,78 Millionen Franken, die Gemeinde 1,29 Millionen Franken und die Grundeigentümerschaft (Flur) 0,56 Millionen Franken.

Das Gebiet für die Gesamtmelioration umfasst 260 Hektaren, wovon 106 Hektaren als landwirtschaftliche Nutzfläche in der Talzone liegen und 104 Hektaren in der Hügelzone. Rund 50 Hektaren sind Waldflächen.

Unförmige Parzellen

Die Landwirtschaft in Ehrendingen sei topografiebedingt von erschwerenden Produktionsbedingungen betroffen, heisst es in der Botschaft an den Grossen Rat. Hanglage, Klimaeignung und Bodeneigenschaften stellten erschwerende Rahmenbedingungen dar.

Hinzu kommen gemäss Angaben des Regierungsrats weitere Herausforderungen, die einer effizienten, kostengünstigen landwirtschaftlichen Produktion im Wege stehen. Die Parzellierung und die Besitz-und Pachtlandverhältnisse seien ungünstig: Es gebe zahlreiche kleine und unförmige Parzellen.

Der Parzellierungsgrad mit 756 Parzellen bei 108 verschiedenen Eigentümern sei hoch. Der Pachtlandanteil betrage 31 Prozent. Die Lage der Betriebe und die Lage der bewirtschafteten Flächen stünden einer effizienten Bewirtschaftung entgegen.