Twerenbold

In 23 Tagen um die Welt: Badener Familienunternehmen bietet erstmals globalen Rundflug an

Das Reiseunternehmen Twerenbold bietet erstmals in seiner über hundertjährigen Geschichte einen Rundflug um den Globus an – für 21 000 Franken pro Person.

Carla Stampfli
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Der Airbus A340-300 wird die Gäste in sieben Länder und zu zehn Destinationen bringen.

Der Airbus A340-300 wird die Gäste in sieben Länder und zu zehn Destinationen bringen.

zVg

Das Familienunternehmen Twerenbold Reisen AG aus Baden-Rütihof ist vor allem für seine Bus-, Musik-, Themen- und Veloreisen bekannt. Nun lädt es Anfang September zum ersten Mal in seiner 120-jährigen Geschichte zum Weltrundflug ein. In 23 Tagen werden insgesamt 7 Länder und 10 Destinationen angeflogen. Die Reise führt dabei von Zürich nach Alaska, Japan, Fidschi, Australien, Singapur, Mauritius bis Dubai und zurück nach Zürich. Für den Weltrundflug hat Twerenbold einen Airbus A340-300 der Edelweiss Air gechartert.

«Die Reise um den Globus ist für uns, aber auch für unsere Kundinnen und Kunden eine einmalige Sache», sagt André Wildberger, Geschäftsleiter von Twerenbold. Rund 150 Gäste nehmen an der aussergewöhnlichen Reise teil. Die Exklusivität hat auch ihren Preis: Für den Weltrundflug in der Economyclass sind knapp 21 000 Franken nötig. Die Gäste übernachten in Erstklasshotels und bleiben bis zu vier Nächte an den einzelnen Destinationen. Begleitet werden sie von einem fixen Team, das 24 Mitglieder umfasst, darunter ein Bordarzt. Ein Mitglied der Geschäftsleitung ist auf einzelnen Etappen mit dabei.

Logistische Herausforderung

«Die Organisation ist eine grosse logistische Herausforderung», sagt Wildberger. So sei es beispielsweise nicht in jedem Land einfach, 150 Betten auf einmal in einem Hotel reservieren zu können. Hinzu kommt, dass der Airbus Flughäfen anfliegt, die Edelweiss sonst nicht bedient, und das Flugzeug während der Aufenthaltsdauer geparkt werden muss. «Das ist heutzutage unüblich. Wir haben es trotzdem geschafft, im eng getakteten Flugbetrieb unsere Zeitfenster an den Airports zu bekommen», fügt Melanie Maurer, Projektverantwortliche Weltrundflug bei Edelweiss Air, an. Sie wird bei der Reise mit dabei sein und ist unter anderem für die Abwicklung des Flugzeugs an den Zielflughäfen zuständig.

«Wir haben schon lange geplant, eine solche Reise zu organisieren», sagt Wildberger. Insbesondere, seit Twerenbold im März 2002 mit einem der letzten Swissair-Flüge eine Kapstadt-Reise durchgeführt hatte und diese auf grossen Anklang gestossen ist. «Jetzt ist der ideale Zeitpunkt für einen Weltrundflug gekommen», so der Geschäftsleiter. Der Grund: Edelweiss flottet die ausgemusterten A340-Flugzeuge der Swiss derzeit um. Bevor der Winterflugplan in Kraft tritt, kann Twerenbold dieses Zeitfenster für seinen Weltrundflug benutzen.

Wird das Badener Familienunternehmen Twerenbold im nächsten Jahr wieder eine Reise um die Welt anbieten? André Wildberger winkt ab: «Es wird vorläufig bei diesem einen mal bleiben.»