Baden

So will der Kanton das Badener Verkehrschaos entwirren

Der Schulhausplatz in Baden, einer der am stärksten belasteten Verkehrsknoten in der Schweiz, ist sanierungsbedürftig und genügt den heutigen Verkehrsansprüchen nicht mehr. Mit einer Umgestaltung sollen die Verkehrsströme entflechtet werden.

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So soll der Verkehrsknoten Schulhausplatz in Baden aussehen
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Die Situation heute
Einer der am stärksten belasteten Verkehrsknoten der Schweiz
Der Schulhausplatz in Baden wurde in den 60er-Jahren erstellt. (Bild von 1965)
So soll der Verkehrsknoten Schulhausplatz in Baden aussehen
So soll der Verkehrsknoten Schulhausplatz in Baden aussehen
Schulhausplatz Knoten Weite Gasse
Aufgang Bezirksgebäude
Haltestelle Hochbrücke
Schulhausplatz Knoten Abgang

So soll der Verkehrsknoten Schulhausplatz in Baden aussehen

AZ

Das Verkehrschaos soll gelöst werden. Mit der geplanten Umgestaltung sollen die Verkehrsströme entflechtet und die Weite Gasse vom Busverkehr entlastet, schreibt der Kanton Aargau in einer Mitteilung.

Ergänzend dazu ist die Neugestaltung der Mellingerstrasse im Bereich Schadenmühle ein wichtiger Teil zur städtebaulichen Aufwertung und zur Verflüssigung des Verkehrs im Zentrum von Baden.

Für beide Projekte wird nun ein Anhörungsverfahren durchgeführt. Die Anhörungsunterlagen können bis zum 23. September 2011 beim Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) sowie auf der Stadtverwaltung Baden eingesehen werden.

Im Rahmen der Anhörung können sich alle zum Projekt äussern. Nach Ablauf der Anhörungsfrist werden die Eingaben ausgewertet und mit dem Botschaftsentwurf an den Grossen Rat zur Beschlussfassung und Genehmigung des erforderlichen Kredits weitergeleitet.

Rampe oder Tunnel für den Busverkehr

Kernelement des Projekts ist die Busachse Ost. Diese besteht aus der Durchleitung der RVBW-Busse und Postautos vom Bahnhof Baden über die Bahnhofstrasse und Tunnelgarage entweder über die Busrampe in Richtung Mellingerstrasse oder durch den Bustunnel unter dem Schulhausplatz in Richtung Hochbrücke.

Die zentralen Bauwerke der Neugestaltung der Mellingerstrasse sind ein Kreisel bei der Einmündung der Burghaldenstrasse sowie die Erneuerung und Anpassung der SBB-Brücke. Um den für den Kreisel notwendigen Querschnitt und die Lichtraumprofilhöhe zu erhalten, wird die bestehende Strasse abgesenkt und die Brücke durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt.

Nadelöhr Schulhausplatz

Der Schulhausplatz in Baden wurde in den 60er-Jahren erstellt. Seither hat sich der Verkehr mehr als vervierfacht. Heute fahren nebst den über 46 000 privaten Fahrzeugen pro Tag in Spitzenstunden zusätzlich über hundert öffentliche Busse über die Kreuzung. Der Schulhausplatz ist somit einer der am stärksten belasteten Verkehrsknoten in der Schweiz. Er hat seine Kapazitätsgrenze längst erreicht, was bereits heute in Spitzenstunden regelmässig zu langen Rückstaus führt.

Die Kosten für die Neugestaltung des Schulhausplatzes sind auf 94,7 Millionen Franken veranschlagt. Davon entfallen rund 47,3 Millionen auf die Stadt Baden und 47,4 Millionen auf den Kanton. Diese Anteile reduzieren sich voraussichtlich um einen Beitrag von 13 Millionen welche der Bund aus dem Agglomerationsprogramm provisorisch zugesagt hat.

Verhandlungen mit der SBB

Die Neugestaltung der Mellingerstrasse kostet etwa 20,3 Millionen Franken, wovon 12,2 Millionen auf die Stadt Baden und 8,1 Millionen auf den Kanton entfallen. Vom Bund ist ein Beitrag von 1,4 Millionen Franken aus dem Agglomerationsprogramm provisorisch zugesagt. Zudem ist eine Kostenbeteiligung der SBB an der neuen SBB-Brücke in Verhandlung. (dno)