Bezirk Baden

Zweite Chance für Kim Schweri

Die grüne Politikerin rutscht für Kathrin Fricker in den Grossen Rat nach. Diese trat am 15. März von ihrem Amt zurück. Kim Schweri holte bei den letzten Wahlen die meisten Stimmen unter den Nichtgewählten.

Rea Vogel
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Kim Lara Schweri: Die grüne Politikerin will sich für den Wirtschaftsstandort Aargau einsetzen.

Kim Lara Schweri: Die grüne Politikerin will sich für den Wirtschaftsstandort Aargau einsetzen.

ZVG

Am 15. März ist die grüne Grossrätin Kathrin Fricker von ihrem Amt zurückgetreten. Der Freigewordene Sitz geht an Kim Lara Schweri, die bei den letzten Wahlen die meisten Stimmen unter den Nichtgewählten holte.

Doch die 32-jährige Untersiggenthalerin ist vorsichtig mit ihrer Freude über diese Chance. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, so erlebt die Wirtschaftsjuristin gerade ein Déjà-vu: Im Juli 2012 ist Schweri schon einmal auf die genau gleiche Weise in den Grossen Rat gekommen – ebenfalls kurz vor den Wahlen, welche im Herbst des gleichen Jahres stattfanden. Bei diesen verloren die Grünen im Bezirk Baden allerdings einen Sitz und so schied Kim Schweri bereits im März 2013 wieder aus dem Grossen Rat aus. Nun nimmt sie also den zweiten Anlauf im Grossen Rat. Die Ausgangslage sei diesmal jedoch eine andere: «Ich habe mich in den letzten Jahren viel engagiert. Zudem weiss ich jetzt, was auf mich zukommt.»

Integration in den Arbeitsmarkt

Welche Themen sie im Grossen Rat anpacken möchte und welche Ziele es zu erreichen gibt, ist für Kim Schweri klar: «Ich will den Menschen helfen, ihre wirtschaftliche und soziale Eigenständigkeit zu erlangen, damit sie ihre gesellschaftlichen Rechte und Pflichten wahrnehmen können. Dafür setzte ich mich ein.» Bereits in ihrem Beruf engagiert sie sich als Leiterin des nationalen Sekretariats des «Schweizerischen Arbeiterhilfswerks» (SAH) für Arbeit und Integration.

Ausserdem werde sie sich für den Wirtschaftsstandort Aargau und den Aargauer Arbeitsmarkt einsetzen, da es, wenn man Menschen in den Arbeitsmarkt integrieren möchte, eine gut funktionierende Wirtschaft brauche, die Stellensuchende aufnehmen könne, sagt die grüne Politikerin und betont: «Ich betriebe Realpolitik. Das heisst, Lösungen müssen vor allem eins sein: machbar.»

Behalten die Grünen ihre Sitze?

Dass die Wahlen dieses Jahr denselben Ausgang wie jene 2012 nehmen bezweifelt sie jedoch: «Ich bin überzeugt, dass die Grünen im Bezirk Baden die beiden Sitze, die sie im Grossen Rat momentan innehaben, behalten können. Dies ist meiner Meinung nach ein realistisches Szenario.»

Wenn sie den Sitz im Grossen Rat behalten könne, müsse sie sich überlegen, beim einen oder anderen ihrer sonstigen Engagements kürzerzutreten, meint Kim Lara Schweri: «Ich bin unter anderem auch noch Präsidentin der Finanzkommission in der Gemeinde Untersiggenthal und die Präsidentin der Ortspartei ‹Grüne Untersiggenthal›. Jede dieser Aufgaben erfordert Zeit, Aufmerksamkeit und Engagement.» Ob sie diese noch in gebührendem Masse aufbringen könne, werde sie nach den Wahlen im Herbst entscheiden.

Die Inpflichtnahme von Kim Lara Schweri erfolgt an der nächsten Sitzung des Grossen Rats am 10. Mai.