Aussergewöhnlich: Das Unterdorf erhält ein neues Gesicht

Auf drittem Baufeld sind 6 Mehrfamilienhäuser mit 43 Wohnungen vorgesehen. Das Projekt in Remigen hat eine lange Vorgeschichte, denn die Planungen begannen schon vor neun Jahren.

Michael Hunziker
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So, wie auf dem Modell zu sehen, soll sich das Areal im Unterdorf mit den neuen Wohnbauten künftig präsentieren.

So, wie auf dem Modell zu sehen, soll sich das Areal im Unterdorf mit den neuen Wohnbauten künftig präsentieren.

Michael Hunziker

Im Gebiet Unterdorf in Remigen entsteht in mehreren Etappen ein komplett neues Wohnquartier: Insgesamt vorgesehen sind rund 140 Wohnungen.

Für die Gemeinde, die derzeit etwa 1050 Einwohner zählt, handelt es sich um ein aussergewöhnliches Vorhaben. Eines mit einer langen Vorgeschichte dazu. Die Planungen begannen vor rund neun Jahren.

Der Gestaltungsplan «Unterdorf» schliesslich, der die Rechtsgrundlage für die neue Überbauung bildet, stammt aus dem Jahr 2011. Er umfasst das ganze Areal am Rande des Dorfkerns, das in drei Baufelder unterteilt ist.

Es wurde neu geplant

Auf der Basis dieses Gestaltungsplans wurden bereits im Herbst 2014 – von unabhängigen Bauherrschaften und verschiedenen Architekturbüros – zwei Baugesuche für zwei Baufelder eingereicht. Gegen ein Projekt gingen allerdings viele Einsprachen ein.

Bemängelt wurde vor allem die Einpassung ins Ortsbild. Der betroffene Gesuchsteller zog das Baugesuch in der Folge zurück. Es kam zu einer Neuplanung. Diese habe zu einem massiv verbesserten Projekt geführt, heisst es in der fachlichen Beurteilung.

Nun ist für das dritte Baufeld – das sogenannte Baufeld C-Süd, das an den Schmittenbach grenzt – ein Baugesuch eingereicht worden. Die umfangreichen Unterlagen liegen bis zum 3. Oktober auf der Gemeindekanzlei auf. Als Bauherrschaft tritt das Konsortium Unterdorf in Erscheinung. Für die Planung verantwortlich zeichnet das Büro KMP Architektur AG aus Wettingen.

Im Idealfall zwei Jahre

Realisiert werden sollen auf dem Baufeld C-Süd sechs Mehrfamilienhäuser mit 43 Wohnungen, die zwischen 21/2 und 51/2 Zimmer gross sind. Die Erschliessung erfolgt über den Knoten Villigerstrasse/Zeughausstrasse.

An letzterer liegt auch die Einfahrt zur gemeinsamen Tiefgarage. In der Umgebungsgestaltung vorgesehen sind Vorgärten, verschiedene Baumgruppen sowie Wildhecken, die einen wertvollen ökologischen Ausgleich leisten.

«Die geplanten Wohnbauten stehen in einem Dialog zu den benachbarten, bereits bewilligten Gebäuden», hält das Büro KMP Architektur AG fest. «Das Projekt soll einerseits einen eigenständigen Charakter aufweisen und sich gleichzeitig in das Gesamtkonzept einpassen.»

Die künftigen Bewohner, aber auch die Nachbarn, dürfen Bauten mit einer hohen Wohnqualität erwarten, «die sich harmonisch in die Umgebung einfügen», ergänzt das Architekturbüro. Geschaffen würden moderne, funktionale Lebensräume. «Ebenso zwingend ist für uns der nachhaltige Umgang mit Ressourcen. Als Minergie-Fachpartner nehmen wir diese Verantwortung tagtäglich wahr.»

Ab Baubewilligung bis zur Fertigstellung der Überbauung dauert es laut KMP Architektur AG im Idealfall ungefähr zwei Jahre.