Bözberg

«Dönald» besucht die Turnhalle – so schön war die Show des Turnvereins

Die Show «Ernstfall in Havanna» des Turnvereins Bözberg punktete mit Akrobatik und humoristischen Einlagen.

Malini Gloor
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Turnershow Bözberg
13 Bilder
Auch die Polizeieskorte durfte nicht fehlen. Foto Malini Gloor
Botschaftsmitarbeiter Stefan Balsiger (Samuel Plüss) bei der Arbeit. Foto Malini Gloor
Den Alpemeitli der MäRi klein machte es Spass. Foto Malini Gloor
Die Gogo Girls der Damenriege. Foto Malini Gloor
Die Paparazzis mit dem Frauenturnverein mochten es farbenfroh. Foto Malini Gloor
Entführerin Miranda mit Dönald auf dem Schiff Rüteli. Foto Malini Gloor
Hauptbild 2! Bei der Ankunft der Air Force One gab es viel auszuladen. Foto Malini Gloor
Hauptbild 3! Schiff Ahoi mit dem Turnverein und gelenkigen Matrosen. Foto Malini Gloor
Hauptbild! Botschaftsmitarbeiter Stefan Balsiger und Security Bruno Rüegg (v.l.) unterwegs mit der Staatslimousine. Foto Malini Gloor
Kinder und Eltern turnten zusammen. Foto Malini Gloor
Schlussbild mit allen auf der Bühne Beteiligten. Die Freude und Erleichterung ist gross. Foto Malini Gloor
So sieht Verzweiflung aus; Security und Botschaftsmitarbeiter am Handy, das kaum mehr Akku, spricht Luft, hat. Foto Malini Gloor

Turnershow Bözberg

Malini Gloor

Die Turnshow «Ernstfall in Havanna» des Turnvereins Bözberg wurde nur am letzten Donnerstag aufgeführt. Die Vorstellungen von Freitag und Samstag mussten kurzfristig wegen der verschärften Corona-Virus-Bestimmungen abgesagt werden. Glücklich waren diejenigen Besucher, die sich für die Aufführung am Donnerstag in der Turnhalle Chapf entschieden hatten: Sie kamen in den Genuss von persönlichem Lachmuskeltraining und Akrobatik, herzigen Kinder-Nummern und Wortwitz.

Von Anfang an wurden alle Auftritte der verschiedenen Riegen kräftig beklatscht, was alle absolut verdient hatten. Vereinspräsident Jan Gasser begrüsste das Publikum, das die Turnhalle bis fast auf den letzten Platz besetzt hatte. Wer da war, schien keine Angst vor einer allfälligen Corona-Ansteckung zu haben, sondern genoss einen «Trumpteller» mit Schnitzel und Country-Cuts oder den «Diplomatenhit» mit Schnitzel und Salaten.

«Dönald» zu Besuch auf der Botschaft

Die Namen der Gerichte waren Programm: «Ernstfall in Havanna» spielte in der Schweizer Botschaft auf Kuba, wo überraschend USA-Präsident Donald Trump zu Besuch kam. «Dönald», wie Trump-Darsteller Benjamin Plüss genannt wurde, spielte seine Rolle in blauem Sakko und fürchterlicher gelber Perücke genauso gut wie der Rest der Darstellerinnen und Darsteller um Journalistin Bea Graber (Cécile Pfister), US-Botschafter Mr. Claiborn (Gino Fedrizzi), eine CNN-Reporterin (Alessandra Baschnagel) und Polizeichef Mendoza (Thomas Obrist). Botschafter Ernst Müller (Michael Plüss) weilte am jährlichen Botschaftertreffen in Bern, als seine Mitarbeiter auf Havanna die Nachricht erhielten, dass «Dönald» eintreffe.

Stefan Balsiger (Samuel Plüss), Müllers Vertreter sowie der junge, diensteifrige Assistent Truninger (Cedric Pfister) hatten natürlich sofort alle Hände voll zu tun, um den Aufenthalt des amerikanischen Präsidenten vorzubereiten. Stefan Balsiger wollte seinen abwesenden Chef nicht informieren – und bugsierte sein Team in Havanna so immer tiefer in die Misere: «Dä el Scheffe isch schliesslich in Bern, da hät so Pipifax wie Poscht sortiere überhaupt kei Platz me!». Wie es halt so ist: Wenn die Katze, beim STV Bözberg der Botschafter, aus dem Haus ist, tanzen die Mäuse, hier die Angestellten.

Eine Security mit guten Ideen

Security Bruno Rüegg (Simon Keller), stilgerecht in schwarzem Anzug und imposantem Auftreten, hatte stets gute Ideen und hielt den Gedanken der «Swiss Safety» hoch. Köstlich der Auftritt mit der Staatslimousine aus Karton, in der er und Stefan Balsiger Trump vom Flughafen abholten. Im selben Kartonstil war auch die liebevoll bemalte «Air Force One» mit einer Pilotin, die ihre Angestellten in Leuchtwesten beim Ausladen des vielen Gepäcks genau beobachtete (Kinderturnriege).

«Dönalds» Besuch endete in einem intimen Kulturaustausch mit der Kubanerin Miranda (Yoana Suarez), die ihn später unter Waffengewalt direkt aus dem Bett entführte, schlussendlich aber unter abenteuerlichsten Umständen freiliess.