Rüfenach

Ein würdiger Schlusspunkt wurde gesetzt

Schluss, Punkt. Schlusspunkt. Schulleiter Ronald Schwarz sagte diese Worte bestimmt. Die Oberstufe Rüfenach ist Geschichte. Der Grund: die Schule hat zu wenig Schülerinnen und Schüler.

Irene Hung-könig
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Schluss, Punkt. Schlusspunkt. Schulleiter Ronald Schwarz sagte diese Worte bestimmt. Die Oberstufe Rüfenach ist Geschichte. Der Grund: zu wenig Schülerinnen und Schüler. Die Rüfenacher können ihre vier Real- und Sekundarschulklassen nicht wie vorgeschrieben einzeln führen. Bereits im laufenden Schuljahr wurden die Erst- und Drittklässler der Oberstufe aus Rüfenach nach Brugg überführt. An der Abschlussfeier vom Donnerstagabend wurden die Viertklässler in einen neuen Lebensabschnitt und die Zweitklässler nach Brugg verabschiedet.

«Ich bin für ein Jahr als Schulleiter eingesprungen», sagte der pensionierte Lehrer Ronald Schwarz. «Einerseits, um die schwierige Übergangszeit mit den Klassenüberführungen nach Brugg zu meistern, andererseits, um meine Kollegen Walter Geissmann und Hanspeter Gisler, die pensioniert werden, würdig zu verabschieden.» An der Abschlussfeier in der von Eltern, Grosseltern und Geschwistern besetzten Turnhalle wurde klar: Die Kinder und Jugendlichen mochten ihre Lehrkräfte. Immer wieder skandierten sie die Namen.

Mit temporeichen Darbietungen auf dem Trampolin, verruchten Hip-Hop-Posen und einem witzigen Theater verabschiedeten sich die Schülerinnen und Schüler.

Letzte Salti auf der Bühne

Die Viertklässler, die nach den Sommerferien Lehren als Dekorationsfachfrau, Strassenbauer, Kauffrau, Metzger, Autolackiererin beginnen oder das zehnte Schuljahr besuchen, bedankten sich herzlich bei ihren Lehrpersonen.

Lehrer Walter Geissmann, der nach 41 Jahren an der Schule Rüfenach, pensioniert wird, erhielt einen elektronischen Bilderrahmen. «Wir haben Fotos der letzten zwei Jahre darauf gespeichert, damit wir Ihnen immer in Erinnerung bleiben», meinte eine Schülerin keck. Für Walter Geissmann zählen die positiven Aspekte: «Wir waren immer eine Einheit. Kinder, Eltern, Behörden, Hauswart – mit allen konnte ich immer sehr gut zusammenarbeiten.»