Brugg

Energieversorger bläst zum Wettkampf – als Siegerprämie winken 25000 Franken

Zum 125-Jahr-Jubiläum sucht die IBB die «Meischtergmeind» – Bis 4. November läuft die Anmeldefrist.

Michael Hunziker
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Margot Keist, Leiterin Marketing und Kommunikation, und Eugen Pfiffner, CEO der IBB Energie AG, freuen sich auf einen fröhlichen Wettkampf. mhu

Margot Keist, Leiterin Marketing und Kommunikation, und Eugen Pfiffner, CEO der IBB Energie AG, freuen sich auf einen fröhlichen Wettkampf. mhu

Michael Hunziker

Der Brugger Energieversorger IBB feiert sein 125-jähriges Bestehen und lanciert unter dem Titel «Meischtergmeind» einen Wettkampf unter den Gemeinden. Der Anlass soll Freude machen und der Bevölkerung ein positives Erlebnis bieten, sagte Eugen Pfiffner, CEO der IBB Energie AG.

Zur Präsentation am Donnerstag waren die Vertreter aus den 23 Gemeinden aus dem Versorgungsgebiet eingeladen. Nicht nur die Schnellsten und die Kräftigsten haben eine Chance, fuhr Pfiffner fort. Auch Wissen, Kreativität und Geschicklichkeit seien gefragt. «Wichtig sind verschiedenste Fähigkeiten und Fertigkeiten.» Ziel sei es, den Plausch zu haben, einander zu helfen und gemeinsam etwas zu erreichen. Über die einzelnen Disziplinen liess sich der IBB-Chef allerdings noch nicht allzu viel entlocken. Nur so viel: Zu erwarten sei ein abwechslungsreicher Wettkampf mit vielen Überraschungen und spannenden Aufgaben.

Jetzt läuft die Anmeldefrist

Die gemischten Teams bestehen aus je acht Personen unterschiedlichen Alters. Bis 4. November läuft die Anmeldefrist, in der die Bewerbungen online abgegeben werden können. Diese sollen originell gestaltet sein. «Das ist nicht schwierig», versicherte Pfiffner. Es genüge eine Beschreibung, ein Foto oder ein Video. «Es soll spontan, fröhlich und bunt sein.» Pfiffner ist gespannt auf die Reaktionen. «Wir haben keine Ahnung, wie gross das Echo sein wird.»

Die Teams können sich online bewerben

Zum 125-jährigen Bestehen hat der Brugger Energieversorger IBB eine eigene Website realisiert: www.125jahreibb.ch. Auf dieser zu finden sind neben Hintergründen zur Geschichte des Unternehmens auch Angaben zu wichtigen Terminen und Aktivitäten im Jubiläumsjahr – wie zum Wettkampf «Meischtergmeind». Hier können sich die Teams online bewerben. Zur Verfügung stehen ebenfalls viele Dateien wie Flyer, Plakate oder Logos zum Download. (mhu)

Zusammen mit einer Jury werden die Anmeldungen ausgewertet. Die IBB gibt in der Folge eine Empfehlung ab und die Gemeinden entscheiden schliesslich, wen sie als Vertreter ins Rennen schicken wollen. Der Wettkampf findet dann in den Sporthallen an drei Standorten statt: im März in Lupfig, im Juni in Gebenstorf und im September – mit den letzten sechs Teams beim Finale – in Brugg/Windisch.

Der Gewinnergemeinde winkt eine Siegerprämie von 25 000 Franken, die in ein nachhaltiges, gemeinnütziges Projekt investiert wird – «um etwas Tolles umzusetzen», wie es Pfiffner formulierte. Aber auch für alle anderen Teams lohne sich eine Teilnahme, hob der IBB-Chef hervor und nannte die Stichworte Kreativpreis oder Fangemeindepreis. Die Vorstellung der Teams sowie die Auslosung der Spielepaarungen erfolgt übrigens zum Auftakt des Jubiläumsjahrs am 12. Januar 2017.

Den hohen Kosten zum Trotz

Seit den Anfängen 1892 sei viel passiert, blickte Pfiffner auf die Geschichte der IBB zurück. Bereits im August 1890 sprach sich die Gemeindeversammlung in Brugg mit 184 zu 1 Stimmen für den Bau eines Wasserkraftwerks aus. Im Oktober 1892 erfolgte die Gründung des Elektrizitätswerks. Die Leitung und das Personal wurden per Verordnung bestimmt. In Betrieb genommen werden konnte das Kraftwerk schliesslich im November 1892. Die Abrechnung im Jahr darauf zeigte, dass der Bau rund 473 000 Franken gekostet hatte. Dies sei viel Geld gewesen, sagte Pfiffner und erwähnte, dass damals die Strompreise etwa doppelt so hoch waren wie heute. Trotz hoher Summen sei eine Aufbruchstimmung zu spüren gewesen.

Im September 1912 wurde das Werk in IBB umbenannt. In der Folge konnten das Angebot kontinuierlich ausgebaut und das Versorgungsgebiet erweitert werden. Heute nutzen rund 15 000 Haushalte die Dienstleistungen: Strom, Wasser, Gas sowie Kommunikationslösungen.