Lupfig

Für ihre Instrumente brauchten die ersten Musikanten ein Darlehen

Das Nussgipfel-Konzert ist eine beliebte Tradition der Feldmusik Lupfig. Diesmal bildete es den Auftakt zum 125-JahrJubiläum.

Max Weyermann
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Zum Auftakt des Jubiläumsjahrs der Feldmusik Lupfig findet sich bei strahlendem Sonnenschein viel Publikum ein auf dem Gemeindeplatz.

Zum Auftakt des Jubiläumsjahrs der Feldmusik Lupfig findet sich bei strahlendem Sonnenschein viel Publikum ein auf dem Gemeindeplatz.

Max Weyermann

Eine grosse Gästeschar verfolgte zu Beginn der feierlichen Veranstaltung auf dem Gemeindeplatz bei strahlendem Sonnenschein vorab den von der Feldmusik Lupfig umrahmten Kurzgottesdienst mit Pfarrer Michael Ziegler. Nach einführenden Worten von Präsidentin Sandra Schraner boten die Instrumentalisten unter der Leitung von René Niederhauser am Donnerstag ein Programm mit Werken aus verschiedenen Stilrichtungen. Der Bogen der Darbietungen spannte sich vom Marsch «The American Way» von K. L. King über ein Schweizer Medley mit Melodien wie «S Landi-Dörfli», «Ich han e Schatz am schöne Zürisee», «Gilberte de Courgenay» sowie einen Ausschnitt aus der Operette «Maske in Blau» und einen mitreissenden Dixie bis hin zu zwei Abba-Stücken.

Dazwischen liessen vier langjährige Musikanten mit Reminiszenzen die ersten 75 Jahre der Feldmusik Lupfig Revue passieren. Laut Kurt Mattenberger war die erste Zeit nach der am 19. Mai 1890 erfolgten Gründung finanziell nicht einfach: «Die anfänglich fünf Musikanten erhielten deshalb vom Forstamt ein Darlehen von 140 Franken für die Anschaffung ihrer Instrumente. Die erste Uniform von 1899 kostete sodann Fr. 74.50 pro Mann, was zu jener Zeit ebenfalls recht viel Geld war.» Ruedi Wüst hob speziell die Geselligkeit im Verein, in dem heute selbstverständlich auch Frauen mitwirken, hervor.

Die beiden aktuell ältesten Instrumentalisten, der 72-jährige Max Wüst und sein drei Jahre jüngerer Bruder Walter Wüst, sorgten mit ihren Schilderungen von mehr als ein halbes Jahrhundert zurückliegenden Episoden ebenfalls für Heiterkeit. Den Abschluss bildete das gemütliche Beisammensein bei feinen Nussgipfeln und erfrischender Tranksame.

Zum weiteren Programm im Jubiläumsjahr gehören das Sommer-Konzert vom 17. Juni im «Ochsen»-Saal mit Fortsetzung des Rückblicks bis in die Neuzeit sowie das Gala-Konzert vom 5. Dezember in der Mehrzweckhalle. In dessen Rahmen werden die offiziellen Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen der Feldmusik Lupfig stattfinden.