Birr

Griff in Gemeindekasse: Ex-Angestellter zahlt bisher 145’000 Franken zurück

Ein Angestellter der Abteilung Finanzen zweigte bei der Gemeindeverwaltung Birr kleinere Geldbeträge in den eigenen Sack ab. Als das Ganze im November 2014 aufflog, wurde er sofort freigestellt. Zwischen ihm und der Gemeinde gibt es einen Vergleich.

Claudia Meier
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Der Gemeinde Birr sind wegen Veruntreuung viele Umtriebe und ein finanzieller Schaden von etwa 25’000 Franken entstanden.

Der Gemeinde Birr sind wegen Veruntreuung viele Umtriebe und ein finanzieller Schaden von etwa 25’000 Franken entstanden.

Tele M1

Über längere Zeit zweigte ein Angestellter der Abteilung Finanzen bei der Gemeindeverwaltung Birr kleinere Geldbeträge in den eigenen Sack ab. Bei der Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach wurde nach dem Aufdecken des Falls sofort Strafanzeige erstattet. Das Verfahren sei noch Ende letzten Jahres an die auf Wirtschaftsdelikte spezialisierte Kantonale Staatsanwaltschaft abgetreten worden, sagt Mediensprecherin Fiona Strebel.

«In den letzten Monaten fanden diverse Einvernahmen statt und der Geldfluss wurde abgeklärt. Die Beweismittelerhebung ist mittlerweile weitgehend abgeschlossen», so Strebel. Wann das Verfahren ganz abgeschlossen sein wird, kann sie zum heutigen Zeitpunkt noch nicht sagen.

Zwischen der Gemeinde Birr und dem Beschuldigten kam es zu einem Vergleich. «Die Deliktsumme beträgt rund 250’000 Franken. Bisher hat der ehemalige Angestellte 145’000 Franken zurückbezahlt», sagt Gemeindeschreiber Alexander Klauz.

Für die restliche Rückerstattung wurde eine umfassende Vereinbarung unterzeichnet. Zusätzlich seien für die Gemeinde Birr Drittkosten von etwa 65’000 Franken – inklusive Zusatzaufwand auf der Verwaltung – angefallen, so Klauz weiter. Davon gehen rund 40’000 Franken zulasten der Versicherung.