Brugg

Happy End für den Künstler und seine Horrorpuppe

Nachdem die Horrorpuppe in Windisch für Furore sorgte, konnte der Künstler seine seit zwei Jahren verloren geglaubte Puppe nun bei der Regionalpolizei abholen.

Timea Hunkeler
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Die «Frankensteingeschichte» scheint nun endgültig abgeschlossen. Vor rund zwei Wochen sorgte eine Horrorpuppe, die in Windisch an eine Laterne angelehnt war, für Aufregung. Es wurde viel spekuliert. Handelt es sich bloss um einen schlechten Scherz? Oder wollte jemand die Puppe entsorgen?

Was die Windischer nicht wussten: Die Horrorpuppe ist Kunst. Nur einen Tag nach dem gruseligen Fund auf der Strasse, konnte nämlich ermittelt werden, wem die Horrorpuppe gehört. Der Frauentorso stammt vom Aarauer Künstler André Lehner.

Diesem war die Puppe bereits vor zwei Jahren gestohlen worden, nachdem sie als Dekoration für eine Party im Kiff in Aarau im Einsatz war. Von der az hat der Künstler dann erfahren, dass seine Puppe bei der Regionalpolizei (Repol) Brugg lagert.

Die Horrorpuppe in Windisch. 20 Minuten

Die Horrorpuppe in Windisch. 20 Minuten

Leser-Reporter

Puppe ist noch nicht vollendet

Am Mittwochmorgen holt Lehner schliesslich seine Horrorpuppe aus der Garage der Repol. Ganz lässig, mit Sonnenbrille und Puppe unter dem Arm, verlässt er diese fünf Minuten später wieder. Kann denn die Puppe nach dem Medienrummel nun endlich zur Ruhe kommen? «Die Puppe muss noch vollendet werden. Ich arbeite die Details noch aus, damit beispielsweise wieder ein halbes Gesicht zu erkennen ist, und nehme ausserdem ein paar Anpassungen vor», erzählt Lehner.

Die Horrorpuppe komme nun wieder zu den rund zehn anderen Torsos. Eine Ausstellung der Puppenfamilie schliesse er nicht aus. «Dieses Mal wird jedoch keine Puppe mehr draussen vergessen», scherzt der Künstler.

Dass die Puppe derart medienpräsent werde, hätte er nie gedacht. Die Aufregung rund um den Frauentorso ist jedoch auch ein Vorteil für Lehner. Einige Leute erkannten die Puppe als Werk des Horrorkünstlers.

«Menschen, die mich kannten, sprachen mich auf die Puppe an», sagt Lehner. Über das Happy End der gestohlenen Puppe freut sich der Künstler sichtlich. «Dass ich meine Puppe wieder habe, freut mich sehr. Ich dachte, ich würde sie nie wieder sehen.»

Mit seinen Werken will André Lehner provozieren. Er zeigt die Ästhetik von Gewalt und Zerstörung.
11 Bilder
Mit seinen Werken will André Lehner provozieren. Er zeigt die Ästhetik von Gewalt und Zerstörung.
Nicht alle von Lehners Werken sind blutig.
André Lehner will mit seinen Werken provozieren.
Mit seinen Werken will André Lehner provozieren. Er zeigt die Ästhetik von Gewalt und Zerstörung.
Mit seinen Werken will André Lehner provozieren. Er zeigt die Ästhetik von Gewalt und Zerstörung.
Mit seinen Werken will André Lehner provozieren. Er zeigt die Ästhetik von Gewalt und Zerstörung.
Mit seinen Werken will André Lehner provozieren. Er zeigt die Ästhetik von Gewalt und Zerstörung.
Mit seinen Werken will André Lehner provozieren. Er zeigt die Ästhetik von Gewalt und Zerstörung.
Mit seinen Werken will André Lehner provozieren. Er zeigt die Ästhetik von Gewalt und Zerstörung.
Diese Horrorpuppe tauchte am Dienstag in Windisch auf. Am Freitag konnte das Rätsel um den Puppenfund gelöst werden.

Mit seinen Werken will André Lehner provozieren. Er zeigt die Ästhetik von Gewalt und Zerstörung.

ZVG/Michael Klauser