Windisch

In letzter Sekunde: Kanton sistiert die Entfernung des Fussgängerstreifens

Aufgrund einer Einsprache lässt das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) die gelbe Markierung beim Bachthalen-Kreisel vorläufig nicht entfernen. Die Ausführung dieser Massnahme war für diese Tage angekündigt worden.

Claudia Meier
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Bachthalen-Kreisel

Bachthalen-Kreisel

Claudia Meier

Gross war die Freude bei vielen Autofahrern, nachdem das BVU angekündigt hatte, den Fussgängerstreifen neben dem Bachthalen-Kreisel vor dem Fachhochschul-Campus Brugg-Windisch ab 24. Januar abfräsen zu lassen.

Diesen Dienstag, einen Tag vor dem geplanten Entfernungs-Termin zur, ist beim kantonalen Baudepartement eine Einsprache eingegangen. Diese veranlasse den Kanton mit der De-Markierung des Fussgängerstreifens zuzuwarten, bis die Einsprachepunkte geprüft und abgehandelt sind, heisst es in einer Stellungnahme des BVU. Deshalb könnten die Arbeiten nicht wie geplant diesen Mittwoch ausgeführt werden.

Einvernehmliche Lösung gesucht

Die für Markierungen und Signalisationen zuständige Fachstelle des Departements BVU wird nun sämtliche vorgebrachten Punkte der Einsprache prüfen und beantworten. Das BVU suche eine einvernehmliche Lösung. Sollten die Einsprechenden mit dem Entscheid nicht einverstanden sein, verzögere sich die Verbesserung der Verkehrssituation weiter, schreibt der Kanton weiter.

Die Zweckmässigkeit der von verschiedenen Seiten immer wieder geforderte Aufhebung des Vortrittsrechts für Fussgänger an dieser Stelle und die Umlegung der Fusswegbeziehungen zwischen Campus/Bahnhof und der PDAG/Mühlimatt durch die neue gut ausgebaute Personenunterführung bestätigen auch die Fachstellen des kantonalen Baudepartements.

Fusswege künftig etwas länger

Die Massnahme würde die Verkehrssituation und die Verkehrssicherheit in Verkehrsspitzenzeiten rund um den Kreisel Bachthalen verbessern, wenn auch die angespannte Gesamtverkehrssituation auf der Zürcherstrasse damit nicht vollständig gelöst werden kann, hält der Kanton fest.

Mit der geplanten Aufhebung des Fussgängerstreifens würde auch das Tor zum Park Königsfelden geschlossen, um die Nutzung der naheliegenden Personenunterführung zu fördern. Dies hätte laut Kanton, wenn überhaupt, nur unwesentlich längere Fusswege zur Folge, die aber sicher und getrennt vom motorisierten Individualverkehr geführt werden könnten.

Einzig die Benutzer des Parkplatzes auf der Seite Gaswerkstrasse, die zum Campus oder Bahnhof wollen, müssten einen Umweg durch die Unterführung in Kauf nehmen. Diese Fussgänger können die Kantonsstrasse über die nach wie vor mit der vorhandenen Mittelinsel gesicherte Querungsstelle beim Kreisel eigenverantwortlich (ohne Vortritt) queren, führt der Kanton weiter aus. Unter dem Strich verbessert die Aufhebung des Fussgängerstreifens die Verkehrssituation für alle Verkehrsteilnehmer, hält das Baudepartement zum Schluss fest.