Hausen

«Jesses nei!» – der Samichlaus hat fast verschlafen

Ab Freitag dem 4. Dezember stehen die Türen des Chlausehüsli an der Holzgasse offen. Doch beinahe hätte der bärtige Chlaus verschlafen – und der Rücken schmerzt ihm auch noch vom Holzhacken.

Michael Hunziker
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Die grünen Fensterläden sind geschlossen. «Jesses nei!», entfährt es dem Samichlaus beim Blick auf den Wecker. «Viertel nach sieben schon.» Der bärtige Mann setzt sich auf die Bettkante, gähnt, streckt sich, steht auf und schlüpft in seine Pantoffeln.

Der Rücken tue ihm schon noch etwas weh vom Holzen und vom Backen gestern, stellt er fest. Er habe beinahe verschlafen. «Schmutzli, seid ihr schon wach? Aufstehen, kommt!», ruft er in den obereren Stock. Jetzt gelte es vorwärtszumachen. «Schliesslich müssen wir bereit sein. Die Kinder und die grossen Leute kommen bald.»

Das Chlausehüsli an der Holzgasse in Hausen – gleich beim Dahlihaus – ist liebevoll eingerichtet. Im hinteren Bereich ist das Schlafzimmer des Samichlaus zu finden, samt Bett mit karierter roter Decke und einer alten, metallenen Bettflasche. Auf dem Schreibtisch bewahrt der Samichlaus neben seinem Buch auch die Briefe und Zeichnungen auf, die ihm die Kinder zukommen lassen.

Grosser Ansturm erwartet

Nebenan befindet sich die Backstube. Auf der Ablage stehen die Waage und die Schüsseln, daneben liegen die Guetzliformen und das Wallholz, an der Wand hängen die Kuchenformen. Auf dem Tisch mitten im Raum haben die Kinder ab heute Freitagabend die Möglichkeit, zusammen mit den vier Schmutzli Lebkuchen zu verzieren.

Bereit stehen werden auch Nüssli und Mandarinli. Draussen wird ein Feuer brennen und die Besucher können einen heissen Punsch geniessen. Der Samichlaus erzählt in dieser stimmungsvollen Umgebung Geschichten, lauscht aufmerksam den Versen der Kinder und verteilt kleine Geschenke.

Erwartet wird – wie schon in den letzten Jahren – ein grosser Ansturm. Die Kinder seien regelmässig begeistert und auch für die Erwachsenen sei der Aufenthalt im Chlausehüsli eine Freude, sagt der Samichlaus.

Zusammen mit seinen Helfern stecke er viel Zeit und Herzblut in die Vorbereitungen, die gut drei Wochen dauern, fügt er an. «Wir alle tun dies auf freiwilliger, privater Basis.» Die leuchtenden Augen seien dann jeweils der Lohn für den doch beträchtlichen Aufwand. Er selber, fügt er an, geniesse die spezielle Atmosphäre genauso wie die Besucher. «Ich liebe das.»

Besuchszeiten Chlausehüsli Freitag, 4. Dezember, 17 bis 20 Uhr; Samstag, 15 bis 20 Uhr; Sonntag, 14 bis 19 Uhr.