Leichenfund
Tötungsdelikt Bruggerberg: Polizei nimmt 22-jährigen Tatverdächtigen fest – vermisstes Opfer (24) wurde in Höhle eingeschlossen

Vor einem Jahr wurde die Leiche eines 24-jährigen Zürchers in einer Höhle am Bruggerberg gefunden. Der Mann galt seit April 2019 als vermisst. Nun konnte die Aargauer Kantonspolizei einen Tatverdächtigen festnehmen. Es handelt sich um einen 22-jährigen Schweizer aus der Region Brugg.

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In einer Höhle am Bruggerberg wurde im April 2020 die Leiche des 24-jährigen D.D. aus dem Kanton Zürich gefunden.

In einer Höhle am Bruggerberg wurde im April 2020 die Leiche des 24-jährigen D.D. aus dem Kanton Zürich gefunden.

Bildquellen: AZ Archiv, zVg

(sam) Nach umfangreichen Ermittlungen hat die Kantonspolizei Aargau am vergangenen Freitag einen 22-jährigen Schweizer aus der Region Brugg festgenommen, wie die Oberstaatsanwaltschaft in einer Mitteilung schreibt. Er stehe unter dringendem Verdacht, für den Tod des 24-jährigen D.D. verantwortlich zu sein, dessen sterbliche Überreste vor rund einem Jahr in einer Höhle am Bruggerberg gefunden wurden.

Tele M1 berichtet über das Verbrechen.

Die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach hat gegen den Beschuldigten ein Verfahren wegen vorsätzlicher Tötung eröffnet und beim Zwangsmassnahmengericht Untersuchungshaft beantragt. Ob der Mann geständig ist, ist unklar. Die Staatsanwaltschaft macht dazu bisher keine Angaben. Auch der genaue Tathergang, wie auch Motiv und Hintergrund sind noch offen. Dies sei weiter Gegenstand der laufenden Ermittlungen, heisst es in der Mitteilung.

Höhle wurde von aussen verschlossen

Passanten hatten die Leiche des 24-jährigen Mannes aus dem Kanton Zürich im April 2020 in einer Höhle am Bruggerberg gefunden. Er galt bereits seit April 2019 vermisst. Die Umstände, die zum Tod des Mannes geführt hatten, waren zunächst unklar. Das damals von der Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach in Auftrag gegebene rechtsmedizinische Gutachten konnte keine äusseren Gewalteinwirkungen feststellen. «Jedoch zeigten die weiteren Erhebungen auf, dass die Höhle von aussen verschlossen worden sein musste», schreibt die Oberstaatsanwaltschaft weiter. Diese Erkenntnis sei ein Grund, weshalb die Ermittler von einem Tötungsdelikt ausgehen, teilt Mediensprecherin Fiona Strebel auf Anfrage mit.

Vor einem Monat hatten sich Polizei und Staatsanwaltschaft mit einem Zeugenaufruf an die Bevölkerung gewandt. Stand Montag gingen laut Strebel neun Hinweise ein. Diese führten allerdings nicht zum Tatverdächtigen: Den Ausschlag hätten polizeiliche Ermittlungen ergeben.