Brugg
Mit Heidi, Ursli und Co. strömen die Besucher ins Brugger «Odeon»

Nichts geht über die Schweizer Filme: Diese haben sich im «Odeon» in Brugg als wahrePublikumsmagnete herausgestellt. Für Turbulenzen sorgte 2015 die Bestuhlung.

Michael Hunziker
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Eine Herausforderung war im «Odeon» im Jahr 2015 die Integration von Bar und Forum ins Kulturhaus.

Eine Herausforderung war im «Odeon» im Jahr 2015 die Integration von Bar und Forum ins Kulturhaus.

Der Spielfilm «Usfahrt Oerlike», der Dokfilm «Giovanni Segantini» sowie die Familienfilme «Schellen-Ursli» und «Heidi» haben dem Kino Odeon in Brugg ein Rekordjahr beschert. «Wir hatten im Cinema so viele Besucher wie noch nie», sagt ein glücklicher Betriebsleiter Stephan Filati. Trotz schönem Wetter seien die Zahlen nicht eingebrochen. Ohne weitere Details zu nennen: «Das Kinojahr ist sehr gut ausgefallen und wir sind überaus zufrieden.»

Als persönliche Höhepunkte bezeichnet der Betriebsleiter die neuen Filmreihen, die im «Odeon» Kultur und Kulinarik verbinden: «Teatime», bei der Scones, Clotted Cream und Strawberry Jam zu ausgesuchten Teesorten serviert werden; oder «Filmdinner», bei der ausgesuchte Filme mit einem passenden Menü umrahmt werden. Genauso gefreut hat sich Filati über die vielen Besuche von Filmemacherinnen und Filmemachern – wie «Schellen-Ursli»-Regisseur und Oscar-Preisträger Xavier Koller. Zu seinen Lieblingswerken zählt der Betriebsleiter auch einen «kleinen» Film aus der Westschweiz mit dem Titel «Pause», der für den Schweizer Filmpreis nominiert war.

Schon wieder andere Stühle

Eine Knacknuss war 2015 die Integration von Bar und Forum ins Kulturhaus sowie vor allem die Montage der neuen Stühle – eine fast schon unendliche Geschichte, die mit grossen Schwierigkeiten verbunden war, stellt Filati fest. Mehrmals verzögerten sich die Lieferung und die Montage. Nach der Sommerpause musste sogar auf ein Provisorium zurückgegriffen werden. «Glücklicherweise haben unsere Gäste überwiegend gelassen auf die Turbulenzen reagiert und nahmen die provisorische Saalbestuhlung mit Gartenstühlen und Sofas mit Humor», blickt Filati zurück.

Schliesslich traf die neue Bestuhlung zwar ein – entsprach aber weder von der Qualität noch vom Erscheinungsbild her dem bestellten Modell und den Ansprüchen. Diesen Sommer wird die Bestuhlung deshalb erneut ersetzt. Wenigstens in Sachen Komfort – das zeigen laut dem Betriebsleiter die Rückmeldungen – ermöglichen die Sitzgelegenheiten einen ziemlich bequemen Filmgenuss.

Neues Reservationssystem

Das Filmjahr 2016 sei gut gestartet und schon im Januar seien einige Höhepunkte zu erwarten, sagt Filati mit einem Blick in die Zukunft und erwähnt als Beispiel die Verfilmung des Romans «Die dunkle Seite des Mondes» von Martin Suter oder der letzte Film mit Mathias Gnädinger: «Der grosse Sommer». Selber ist er besonders gespannt auf die Filmnacht im März, die dem italienischen Filmschauspieler Marcello Mastroianni gewidmet ist.

Aber auch an Herausforderungen fehlt es gemäss dem Betriebsleiter nicht. Eine solche sei die Einführung des neuen Reservationssystems im Sommer.

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