Windisch
Präsident des Forums 60 plus: «Dieser Preis ist für unseren Verein Gold wert»

Riesenfreude beim Forum 60 plus: Es wurde beim 2. Kantonalen Alterskongress in Aarau mit dem Silver Award ausgezeichnet – für seine gesamte Arbeit und für sein Portal «Senioren helfen Senioren».

Elisabeth Feller
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Elisabeth Salchli (vierte von rechts) und Peter Hartmann (fünfter von rechts) vom Forum 60 plus freuen sich über den ersten Preis. Mathias Marx

Elisabeth Salchli (vierte von rechts) und Peter Hartmann (fünfter von rechts) vom Forum 60 plus freuen sich über den ersten Preis. Mathias Marx

Mathias Marx

«Wir waren überrascht», sagt Fritz Richner aus Hausen und fügt gleich hinzu: «Dieser Preis ist für uns Gold wert.» Der Präsident des Forums 60 plus freut sich, dass dieses beim
2. Kantonalen Alterskongress am Samstag den ersten Rang (Silver Award) belegt hat.

«Die Auszeichnung zeigt uns, dass unsere Arbeit auch auswärts, im Kanton Aargau geschätzt wird. Das ist eine Genugtuung.»

Dass aus eingereichten 22 Projekten ausgerechnet das 2010 gegründete Forum 60 plus der Gemeinden Habsburg, Hausen, Mülligen und Windisch obenaus schwang, ist für den Verein und den Vorstand ein Ansporn sondergleichen.

Zumal mit dem Preis in der Höhe von 5000 Franken nicht nur die Gesamtleistung des Forums gewürdigt wird, sondern auch sein im Dezember 2012 aufgeschaltetes Portal «Senioren helfen Senioren».

Das Pilotprojekt war bis zum 31. März 2013 terminiert. Ist jetzt Schluss damit? «Im Gegenteil», beteuert Fritz Richner, «wir führen es weiter. Das war uns schon klar, bevor wir den Silver Award bekamen.»

Ziel des Portals: «Es möchte den Kontakt zwischen den Mitgliedern fördern und eine Plattform für die gegenseitige Hilfeleistung sein», sagt Fritz Richner. Zugang haben nur Mitglieder des Forums mit Benutzername und Passwort.

Wie ist das soeben prämierte Portal bei den Senioren angekommen? Fritz Richner wägt sorgfältig ab, spricht dann von «eher schwierigen Erfahrungen». Weshalb? Richner betont, dass es einerseits Freiwillige brauche, die sich für bestimmte Aufgaben zur Verfügung stellten.

Mutige Mitglieder

Andererseits brauche es den Mut jener Mitglieder, «die sich aus Scheu nicht getrauen, eine Unterstützung zu beantragen. Dabei wären sie dringend auf eine solche angewiesen.»

Nach wie vor, so der Präsident, sei es nicht selbstverständlich, Hilfe anzufordern. Den «inneren Stolz», könnten manche Menschen nicht überwinden. Beispielsweise jene, die nicht mehr öffentliche Verkehrsmittel benutzen können und deshalb auf Fahrdienste angewiesen sind.

«Wir müssen sowohl auf Anbieter- wie auf Nehmerseite noch Überzeugungsarbeit leisten», sagt Richner nachdenklich, «aber wir bleiben am Ball.» Dieses Engagement wird honoriert durch einen steten Zuwachs. Im Juni 2010 zählte der Verein 93 Mitglieder; Ende März 2013 waren es bereits 350. Tendenz steigend.

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