Pizza-Tour
Schussfahrt ins Südtiroler Apfelblütenmeer

Gratulation an Martine. Mit Tourenvelo und vollem Reisegepäck über den Ofenpass zu fahren ist nicht dasselbe, wie per Rennrad. Aber sie schaffte es und wurde dafür belohnt. Die Fahrt durchs Etschtal bot dafür Velovergnügen pur.

Martin Gysi
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Ofenpass

Ofenpass

Martine Gysi

Martine pflegt das Höhenprofil einer Bergetappe jeweils vor dem Start minutiös zu studieren, damit sie sich darauf einstellen kann. Denn ihr Vertrauen in meine Ankündigungen hält sich in Grenzen. Der zähe Einstieg nach Zernez und die coole Zwischenabfahrt waren deshalb für sie keine Überraschung. Und vor dem steilen Schlussanstieg schob man bewusst nochmals eine Pause ein.

Beim letzten Halt vor der Schlusssteigung. Beim letzten Halt vor der Schlusssteigung.

Beim letzten Halt vor der Schlusssteigung. Beim letzten Halt vor der Schlusssteigung.

Martin Gysi

Und trotzdem: die letzten zwei Kilometer waren für sie eher grenzfällig, aber sie schaffte es.

Auch auf der Südseite des Passes war das Wetter ebenso kalt und schön, wie beim Aufstieg. Beim Aufstieg produziert man selbst genug Wärme - bei der Abfahrt nimmt sie dann der Fahrtwind wieder mit. Wir flitzten deshalb ziemlich durchfroren an den zahllosen Dario-Cologna-Gratulationstafeln vorbei, die das ganze Val Müstair zieren, und waren froh, uns kurz vor der Grenze mit einer feinen Gerstensuppe aufwärmen zu können.
Dann kam die Fahrt in den Frühling. Auf dem kurzweilig angelegten Etschtalradweg durch endlose weiss-rosa blühende Apfelplantagen Richtung Meran radeln zu können, ist Velovergnügen pur. Mit der Temperatur stieg auch die Begeisterung für den attraktiven Radweg und die tolle Landschaft mit den weiss gezuckerten Bergketten. Dies bestätigte sich auch beim Tagesrapport auf der Terasse des Linserhofs bei einem Glas Prosecco resp. Bier.

Die heutige Tour: Von Zernez über den Ofenpass ins Val Müstair, auf dem Etschtalradweg bis Naturns: 91 km, 892 Hm.