Brugg
Stadt Brugg feiert ihr erstes Stadtfest nach 18 Jahren

Am Donnerstag fällt der Startschuss zu «Best of Brugg». Die Stadt wird für vier Tage zur Festhütte. Das Programm darf sich sehen lassen. Das letzte Brugger Stadtfest liegt bereits 18 Jahre zurück.

Claudia Meier
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Die Partymeile erstreckt sich von der Aarebrücke zum Neumarkt. Auf dem Eisi-Platz entstehen die ersten Beizli. CM

Die Partymeile erstreckt sich von der Aarebrücke zum Neumarkt. Auf dem Eisi-Platz entstehen die ersten Beizli. CM

Brugg ist nicht Baden: Abgesehen vom Rutenzug kennt die Stadt Brugg – im Gegensatz zu Baden mit Badenfahrt und Stadtfest – keine Festtradition. Das letzte «Städtlifest für alle» liegt 18 Jahre zurück. Nun will Brugg seine Festtauglichkeit wieder unter Beweis stellen. «Das Stadtfest ‹Best of Brugg› wird für uns ein Prototyp sein. Verglichen mit früheren Festen ist der Festperimeter dieses Mal viel grösser. Erstmals kann von der Aarebrücke bis zum Neumarkt gefestet werden», sagt Martin Jakob, Marketingverantwortlicher im OK.

Das Wichtigste in Kürze

Festdaten:
Donnerstag, 30. Mai, ab 16 Uhr
Freitag, 31. Mai, ab 16 Uhr
Samstag, 1. Juni, ab 10 Uhr
Sonntag, 2. Juni, ab 10 Uhr

Festpass:
Der Pass (ab 16 Jahren) berechtigt am Tag seiner Gültigkeit zum Besuch aller Veranstaltungen und kann zusätzlich zur kostenlosen Benützung des öffentlichen Verkehrs in Brugg und den angrenzenden A-Welle-Zonen eingesetzt werden. Tagespässe kosten 10 Franken, der Vier-Tages-Pass 20 Franken. Der Vorverkauf läuft über die regionalen Poststellen. (CM)

«Ich habe grosses Lampenfieber. Die Badener haben Erfahrungswerte, auf die sie sich bei der Planung stützen können. Wir mussten vieles neu erfinden und können das finanzielle Risiko noch nicht ganz abschätzen», fährt Jakob fort.

Das Festprogramm lässt sich sehen: Fast 80 Beizli, Bars und Verpflegungsstände warten auf hungrige und durstige Festbesucher. Auf vier Hauptbühnen wird Live-Unterhaltung geboten. Neben Dutzenden lokalen und regionalen Acts werden auch nationale Grössen wie Marc Sway, Baschi, Heidi Happy und Lina Button nach Brugg kommen.

Damit aber nicht genug: Die vier legendären Kulturhäuser Salzhaus, Odeon, Jugendhaus Picadilly und Dampfschiff geben dem Stadtfest eine eigene Handschrift. Sie haben sich unter dem Label kult4 zusammengeschlossen und bespielen die beiden Bühnen in der Hofstatt und in der Schulthess-Allee.

Letztere wird vor allem das jüngere Publikum ansprechen und lockt mit Acts aus dem nahen und fernen Ausland. Am Freitag sorgt die schwedische Swing/Hip-Hop-Band Movits! gefolgt von der dänischen Ska/Reggae-Band Leo & the Lineup für Partystimmung. Die amerikanische Band Keyser Soze, welche Reggae mit Soul mischt, feiert am Samstag ihre Europa-Premiere in der Brugger Altstadt.

Eingebettet im Stadtfest sind zwei Jubiläen: Das Rettungskorps Brugg – heute als Feuerwehr bekannt – feiert dieses Jahr das 150-jährige Bestehen. Die Füürwehr-Beiz schmiegt sich an den Mode- Vögele-Rundbau an. Wer lieber hoch hinaus will, kann im «Café on top» aus 30 Meter Höhe die Aussicht auf die Partymeile geniessen.

Das zweite Jubiläum gilt der ältesten Städtefreundschaft im deutschsprachigen Raum Brugg-Rottweil. 1913 besuchte der Brugger Männerchor Frohsinn die Stadt Rottweil und gab ein Wohltätigkeitskonzert zugunsten der Krankenpflege. Dies war der Beginn einer Freundschaft, die bis heute intensiv gepflegt wird. Neben einem offiziellen Festakt am Samstag wird es verschiedene musikalische Leckerbissen aus der deutschen Partnerstadt geben.

Noch laufen die Vorbereitungen und Aufbauarbeiten auf Hochtouren. Die Altstadt ist für den motorisierten Verkehr während über zwei Wochen gesperrt. «Am Ende des Festes wissen wir mehr», so Marketingchef Martin Jakob. Schreibt das Fest schwarze Zahlen, soll gemäss Vereinsstatuten der Reingewinn ins nächste Stadtfest investiert werden. «Ich bin optimistisch, dass es in fünf Jahren wieder ein Stadtfest gibt», sagt Heiner Hossli, Chef der Regionalpolizei Brugg und im Fest-OK zuständig für Verkehr und Sicherheit.

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