Brugg

Stadtrat will das Abfallproblem in der Brugger Altstadt lösen

Der Stadtrat hat in einer Umfrage zum Abfallregime den Puls bei der Bevölkerung gespürt. Mit gezielten Anpassungen soll die Wohnqualität in der Altstadt verbessert werden.

Drucken
Teilen
Zu früh bereitgestellte Abfallsäcke stören das Altstadtbild. ZVG

Zu früh bereitgestellte Abfallsäcke stören das Altstadtbild. ZVG

Die derzeitige Abfallsituation in der Altstadt ist aus Sicht des Stadtrats nicht vollumfänglich zufriedenstellend. Die oft auch ausserhalb der Abfuhrtage herumstehenden Kehrichtsäcke beeinträchtigen die Wohnqualität und das Stadtbild. Sie stellen unter anderen ein Problem für die Hygiene dar. Diese Gegebenheiten laufen der Stärkung der Standortqualität zuwider.

Breit abgestützte Projektgruppe

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, setzte der Stadtrat im November 2011 eine Projektgruppe zur Verbesserung der Abfallsituation in der Altstadt ein. Die Projektgruppe wird von vier Vertretungen der Altstadt (Quartierverein Altstadt, Altstadt für Alli, Zentrum Brugg, Altstadtklima), einem Experten für Ortsbildschutz sowie einer Vertretung aus dem Stadtrat und der Verwaltung gebildet.

Um die Bedürfnisse und Interessen der Altstadtbewohner abzuholen, wurden im Oktober 2012 alle Haushaltungen in der Brugger Altstadt mit einer Umfragekarte zur Mitwirkung eingeladen. Die Rücklaufquote war mit 50 Prozent erfreulich hoch.

Die Mehrheit der Teilnehmenden fühlt sich mit dem bestehenden Entsorgungssystem wohl (71 Prozent) und ist gut darüber informiert (92 Prozent). Trotzdem stehen die Umfrageteilnehmenden einer Anpassung des Hol-und-Bring-Systems aufgeschlossen und positiv gegenüber.

Die Umfrage hat weiter ergeben, dass 70 Prozent der Teilnehmenden eine Reduktion der «Von Tür zu Tür»-Sammeltouren von heute zwei auf eine als ausreichend empfinden würden, wenn eine zentrale Sammelstelle zur Verfügung stünde.

39 Prozent der Teilnehmenden würden sogar ganz auf die «Von Tür zu Tür»-Sammeltour verzichten, wenn genügend andere Entsorgungsmöglichkeiten bestünden. Diese direkten Informationen von Personen, die in der Altstadt leben oder arbeiten, sind eine wesentliche Grundlage für die weiteren Planungs- und Umsetzungsschritte, über die der Stadtrat in Kürze informieren wird.