Villigen

Teamentwicklung am Rebberg in Villigen

Neu bietet Jurapark Aargau unter dem Namen «Stein & Wein» für Firmen Arbeitseinsätze im Rebberg in Villigen an.

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Jurapark-Einsatzleiter Gilbert Projer (vorne rechts) koordiniert den Arbeitseinsatz im Rebberg Gugele in Villigen. ZVG

Jurapark-Einsatzleiter Gilbert Projer (vorne rechts) koordiniert den Arbeitseinsatz im Rebberg Gugele in Villigen. ZVG

zvg / Jurapark Aargau

Im Rebberg Gugele in Villigen errichten an diesem Dienstag 30 Personen eine Steinlinse, die der Artenförderung im Rebberg dient. Die Arbeit sensibilisiert die Teilnehmer von «Stein & Wein» einerseits für ökologische Zusammenhänge. Andererseits erfahren sie beim ganztägigen Aufenthalt in den Reben vieles über den Wein direkt vom Rebbauer.

Unter der Anleitung von Jurapark-Einsatzleiter Gilbert Projer und Rebbauer Hans Rudolf Zimmermann machen sich die einsatzwilligen Teilnehmer ans Werk. Für die technisch richtige Umsetzung ist Beat Utiger vom Verein «Naturwerk» zuständig. Im Verlauf des Tages nimmt die Steinstruktur Form an. Das Thema Wein gewinnt gegen Abend je länger je mehr an Bedeutung, wenn verdientermassen auf die geleistete Arbeit angestossen wird.

Artenreiche Jurapark-Rebflächen

Das neuartige Angebot an Arbeitseinsätzen steht in einem grösseren Zusammenhang. Es ist ein Teilbereich des Projekts «Artenreiche Jurapark-Rebflächen», das der Jurapark Aargau umsetzt. Durch bewusste Gestaltung und Bewirtschaftung der Rebflächen werden spezifische Tierarten wie die Zaunammer oder Pflanzenarten wie der Milchstern gefördert. Dieser Einsatz ist eine mögliche Variante aus einer Vielfalt an Massnahmen für diesen Zweck.

Steinlinsen sind fachmännisch gestaltete Strukturen, die Tieren wie der Mauereidechse als ökologische Nische dienen. Die Arbeit eignet sich bestens für einen eintägigen Natureinsatz einer Gruppe. Andere Formen von Arbeitseinsätzen werden durch den Jurapark Aargau schon seit 2013 organisiert und vermittelt. Das Projekt «Stein & Wein» bietet neu einen spezifischen thematischen Bezug. Neben der Tätigkeit für die Natur bietet das Projekt auch für den Rebbauer eine Gelegenheit, auf seine umfassende Arbeit im Rebberg aufmerksam zu machen. Die Hälfte der Gruppe arbeitet jeweils in den Reben und lernt so die jahreszeitliche Tätigkeit eines Winzers kennen. Auswärtige Besucher erhalten einen Bezug zur Aargauer Weinregion.

Die Firmenmitarbeitenden, die sonst mehrheitlich im Büro tätig sind, packen bei diesem Einsatz gerne und tatkräftig an. Die Umgebung ist inspirierend. Links und rechts sind die Traubenblüten sichtbar, die erahnen lassen, wie im Herbst an dieser Stelle Trauben geerntet werden. Nach einem anstrengenden Tag im Rebberg ist der Jurapark-zertifizierte Wein am Abend dann für die Teilnehmer ein wohlverdienter Genuss, der besonders geschätzt wird. (AZ)