Brugg

Vollbrand in Einfamilienhaus – erste Erkenntnisse zur Ursache

Am Brugger Berg stieg am Mittwochmorgen eine hohe Rauchsäule in den Himmel. Ein Einfamilienhaus wurde durch einen Brand stark in Mitleidenschaft gezogen. Der Schaden beläuft sich auf mehrere hunderttausend Franken. Die Brandermittlung hat eine Spur zur Brandursache.

Janine Müller
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Eine Rauchsäule steigt am Mittwochmorgen über dem Brugger Berg bedrohlich hoch, ist weithin sichtbar. Es ist kein Waldbrand, wie viele zuerst meinen. An der Herrenmatt in Brugg brennt ein Einfamilienhaus lichterloh.

Brand in einem Einfamilienhaus Brugg: Die Rauchsäule ist weit herum sichtbar.
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Die Feuerwehr Brugg wurde um 7.30 Uhr von einer Bewohnerin alarmiert.
Als die Feuerwehr am Brandort eintrifft, steht das Haus bereits in Vollbrand.
Die Löscharbeiten erwiesen sich als aufwendig und langwierig.
Die Einsatzkräfte - Feuerwehr, Kantonspolizei und Regionalpolizei sowie Ambulanz - sind vor Ort.
Der Brand war schliesslich gegen 9.30 Uhr gelöscht.
Der Brand richtet grossen Schaden an.
Nach ersten Schätzungen muss der Sachschaden laut Kantonspolizei auf mehrere hunderttausend Franken beziffert werden.
Das Haus ist nach dem Brand nicht mehr bewohnbar.
Die Brandursache ist noch unklar.
Zwei Frauen befanden sich bei Brandausbruch im Haus.
Die beiden Frauen wurden mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Spital gebracht.
Die Feuerwehr hatte Mühe, den Brand unter Kontrolle zu bringen.

Brand in einem Einfamilienhaus Brugg: Die Rauchsäule ist weit herum sichtbar.

Janine Müller

Die Feuerwehr Brugg wird um 7.30 Uhr alarmiert. Rasch ist diese vor Ort und beginnt mit den Löscharbeiten. Doch der Zugang zum Haus, das am Hang liegt und hinter einer anderen Liegenschaft steht, gestaltet sich schwierig. Die Wege sind verwinkelt. «Wir mussten die Tanklöschfahrzeuge an zwei Orten positionieren und von dort Löschleitungen bauen», sagt Manuel Keller, stellvertretender Feuerwehrkommandant.

Zwei Frauen ins Spital gebracht

Eine vierköpfige Familie wohnte in diesem Haus. Die Mutter und die erwachsene Tochter sind am Mittwochmorgen zu Hause und bemerken den Brand, der in einem Wohnzimmer ausgebrochen ist. «Als die Feuerwehr wenig später vor Ort war, stand das Haus bereits in Vollbrand», sagt Bernhard Graser, Sprecher der Kantonspolizei Aargau. «Das Feuer hat sich rasend schnell ausgebreitet.» Via Fassade habe das Feuer das Unterdach in Brand gesetzt, sagt Keller. «Darum entwickelte sich dann der Brand so rasch.»

Mutter und Tochter retten sich nach der Alarmierung ins Freie und werden anschliessend von der Ambulanz ins Spital gefahren, weil sie Rauch eingeatmet haben und über Beschwerden klagen. Vater und Sohn sind zum Zeitpunkt des Brandausbruchs nicht zu Hause.

Die Löscharbeiten erweisen sich gemäss Graser als aufwendig und langwierig. Immer wieder lodern Brandnester auf. Jedes Mal, wenn eines gelöscht wird, steigt erneut schwarzer Rauch auf. Es ist ein intensiver Einsatz für die 43 Feuerwehrleute. «Wir haben viel Wasser gebraucht», sagt Keller.

Die Menschen aus der Nachbarschaft sind bestürzt, beobachten aus sicherer Entfernung das Geschehen. Schon bald gibt es Solidaritätsbekundungen, beispielsweise auf Facebook. Viele Menschen, auch Nachbarn, wollen der betroffenen Familie helfen.

Brandwache beendet

Ziemlich rasch wird an diesem Morgen klar: Das Haus ist kaum noch zu retten. Der Brand richtet grossen Schaden an. «Nach ersten Schätzungen muss dieser auf mehrere hunderttausend Franken beziffert werden», schreibt die Kantonspolizei in einer Medienmitteilung am Mittag. Das Haus sei nicht mehr bewohnbar.

Die Feuerwehr Brugg beendet am Nachmittag die Brandwache, macht noch zwei Kontrollgänge. Die Brandermittler der Kantonspolizei gehen nach ersten Erkenntnissen vor Ort von einem technischen Defekt aus, der den Brand ausgelöst hat. Die Ermittlungen gehen aber weiter.