Gewerbeverband

Ein Hammer zum Abschied: Kurt Schmid zum AGV-Ehrenpräsidenten gewählt

Mit Verzögerung – aufgrund der Coronapandemie – tritt Kurt Schmid als Präsident des Aargauischen Gewerbeverbandes zurück. SVP-Nationalrat Benjamin Giezendanner wird zu seinem Nachfolger gewählt, Schmid selbst zum Ehrenpräsidenten.

Sébastian Lavoyer
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Kurt Schmid (CVP) übergibt sein Amt an SVP-Nationalrat Benjamin Giezendanner (links). Walter Häfeli (FDP) bleibt Vize-Präsident.
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Landammann Markus Dieth zieht sich eine schwarze Maske über, wenn er den Abstand nicht einhalten kann. So wie er es auch bei der Ehrung von AGV-Präsident Kurt Schmid machte.
FDP-Ständerat Thierry Burkart trat nach fünf Jahren als Konsulent des AGV ab. Die Maske legte er nur ab, wenn er sich ans Rednerpult begab.
Der Rücktritt von Kurt Schmid als Präsident des Aargauischen Gewerbeverbandes stand ganz im Zeichen von Corona.

Kurt Schmid (CVP) übergibt sein Amt an SVP-Nationalrat Benjamin Giezendanner (links). Walter Häfeli (FDP) bleibt Vize-Präsident.

Britta Gut

Er hat schon allerlei Auszeichnungen erhalten. Vom Ehrenbürger bis hin zum Ehrendirigenten: Kurt Schmid hat fast überall, wo er gearbeitet und gewirkt hat, Spuren hinterlassen. Auch und vermutlich noch mehr als überall sonst beim Aargauischen Gewerbeverband (AGV). Der hat ihn am Donnerstagabend nun auch zum Ehrenpräsidenten gemacht. Einstimmig, wie man an diesem Abend so viele Beschlüsse gefasst hat. Aber kaum einen mit so viel Herz. «Eine solche Auszeichnung ist mir noch nie zuteil gekommen. Das ehrt mich sehr», meinte Schmid sichtlich gerührt.

Wohl nicht nur wegen der Auszeichnung, sondern mit Sicherheit auch ob der Lobeshymne, die Vizepräsident Walter Häfeli zuvor auf ihn angestimmt hat. Treuhänder Schmid habe es nicht nur fertiggebracht, den AGV finanziell zu festigen, sondern habe ihn auch zu einer politischen Kraft im Kanton geformt. «Geradlinig, zielorientiert und mit überdurchschnittlichem Sachverstand», wie Häfeli sagte. Und dann bedankte er sich beim abtretenden Präsidenten für dessen riesige Leistung mit dem grössten Ehrenhammer, den der AGV je verliehen hat. Eine Auszeichnung, die Schmid selbst ins Leben gerufen hat, um aussergewöhnliche Leistungen innerhalb des Verbandes zu würdigen.

Abschied mit Maske und Fauststoss

Dazu tosender Applaus und Standing Ovations für den Mann mit der markanten Igelfrisur. Von Dutzenden Unternehmerinnen und Unternehmern, Politikerinnen und Politikern sowie der im Gemeindesaal von Buchs komplett anwesenden Aargauer Regierung um Landammann Markus Dieth. «Mit deinem Scharfsinn, deiner dir eigenen Ungeduld hast du immer wieder für Reibung gesorgt und so neue Feuer entfacht», lobte ihn der Landammann. Schmid habe es mit dem AGV geschafft, ein solides Fundament für die Aargauer Unternehmen zu schaffen. Man verdanke ihnen zahlreiche Arbeitsplätze, schätze sie als gute Steuerzahler und zuverlässige Partner.

Benjamin Giezendanner wurde zum Nachfolger gewählt.

Benjamin Giezendanner wurde zum Nachfolger gewählt.

Britta Gut

Dann zog sich Dieth die Maske an. «Denn jetzt muss ich dir näher kommen», erklärte der Landammann und setzte Schmid einen Jodlerhut mit Aargauer Emblem auf den Kopf und steckte ihm ein Aargauer Ehrenabzeichen ans Revers. «Ich weiss, wie engagiert du bist. Nicht nur als Präsident des Organisationskomitees von Svizra27, sondern auch für das 23. Nordwestschweizer Jodlerfest 2022. Da sollst du eine gute Figur machen», so Dieth. Und dann gabs statt einer Umarmung unter Parteikollegen einen Fauststoss. So ist das in Zeiten von Corona.