Absage

Flückiger will nicht über Ausschaffungsinitiative referieren

Die soeben wiedergewählte SVP-Nationalrätin Sylvia Flückiger-Bäni hat kürzlich von der Burschenschaft Normannia-Nibelungen aus Bielefeld eine Einladung bekommen. Sie sollte über die Ausschaffungsinitiative referieren, lehnte aber ab.

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Sylvia Flückiger lehnte die Einladung ab

Sylvia Flückiger lehnte die Einladung ab

Keystone

Flückiger-Bäni sollte an der so genannten Bielefelder Ideenwerkstatt über die Ausschaffungsinitiative der Schweizerischen Volkspartei referieren. Die Veranstaltung wird dieses Wochenende stattfinden. Das schreibt die politisch links aussen angesiedelte Antifa Bern in einer Medienmitteilung. Und fügt hinzu, in der Burschenschaft Normannia-Nibelungen seien Rechtsextremisten versammelt.

«Rechtsextremismus weisen wir klar von uns»

Dem widerspricht der Presseverantwortliche der Burschenschaft Normannia-Nibelungen, Dirk Taphorn: «Wir als Burschenschaft stehen in einer demokratischen Tradition und vertreten konservative Werte, Rechtsextremismus weisen wir ganz klar von uns.»

Taphorn bestätigt, die Aargauer Nationalrätin eingeladen zu haben. Doch hat Flückiger-Bäni die Einladung abgelehnt, wie sie der az Aargauer Zeitung sagt: «Nachdem ich die Einladung bekommen habe, habe ich verschiedene Recherchen unternommen. Der Fall ist klar: Ich gehe dort nicht hin», sagt sie. Eine weitere Begründung möchte sie nicht abgeben.

Auf Anfrage bei der Burschenschaft Normannia-Nibelungen konnte die az Aargauer Zeitung das Programm der Veranstaltung einsehen. Unter den sieben Referenten ist Sylvia Flückiger-Bäni tatsächlich nicht aufgeführt.

«Gott - Ehre - Freiheit - Vaterland»

Die Burschenschaft Normannia-Nibelungen nimmt nur Männer auf. Ziel ist es, «eine über Studium und Beruf hinausgehende Lebensgemeinschaft zu bilden und sich für Ideale einzusetzen, die vom Wahlspruch «Gott – Ehre – Freiheit – Vaterland» umfasst sind», steht auf der Website der Burschenschaft.

Die zweitägige Bielefelder Ideenwerkstatt wurde 2005 ins Leben gerufen. Ziel sei es, ein aktuelles Thema aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Dieses JAhr steht die Veranstaltung unter dem Thema «Die Völkerwanderungen des 21.Jahrhunderts – Fluch oder Segen für Europa?» (cfü)