Bremgarten

Aargauer Obergericht spricht Lehrer von fahrlässiger Tötung frei

Ein Schüler ist im Sommer 2012 bei einem Badeausflug ums Leben gekommen. Das Aargauer Obergericht hat nun das Urteil des Bremgarten Bezirksgerichts bestätigt und den Lehrer von der fahrlässigen Tötung freigesprochen.

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Badeunfall in der Reuss. (Archiv)

Badeunfall in der Reuss. (Archiv)

Dino Nodari

Ein Lehrer geht mit seiner dritten Realschulklasse in Bremgarten an der Reuss schwimmen. Ein 14-jähriger Schüler ertrinkt dabei im Fluss. Der Fall löste im Sommer 2012 eine Diskussion über die Aufsichtspflichten von Lehrern bei Badeausflügen aus. Nun hat nach dem Bezirksgericht Bremgarten auch das Aargauer Obergericht den Lehrer von der fahrlässigen Tötung freigesprochen. Er habe seine Aufsichtspflicht nicht vernachlässigt, wie Tele M1 am Donnerstag berichtete. Es sei ein tragischer Unfall gewesen.

Die Eltern des verunglückten Schülers hatten den Fall ans Obergericht weitergezogen. Ob sie nun mit dem Urteil ans Bundesgericht gelangen, ist noch offen. Der Vater sagte gegenüber Tele M1: «Der Lehrer sollte alle Vorkehrungen getroffen haben, dass er immer alle Schüler im Auge behalten kann.» In seinen Augen hätte der Unfall verhindert werden können. Der Vater des Verunglückten war selbst 19 Jahre lang als Lehrer tätig und hatte diverse Exkursionen geleitet. (az)