Besenbüren
Auch, weil die Gemeinde stark wächst: Besenbüren bringt seine Infrastruktur auf Vordermann

Auf das 630-Seelen-Dorf Besenbüren kommen grosse Investitionen zu. Aufgeteilt in vier Etappen werden Werkleitungen und Strassen saniert. Auf bis zu 7 Mio. Franken können die Investitionen zu stehen kommen. Doch Gemeindeammann Mario Räber ist zuversichtlich, dass die Gemeinde dies ohne Steuerfusserhöhung stemmen kann.

Nathalie Wolgensinger
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Bis zu 120 Jahre alt sind die ältesten Werkleitungen, die in den kommenden Jahren saniert werden müssen.

Bis zu 120 Jahre alt sind die ältesten Werkleitungen, die in den kommenden Jahren saniert werden müssen.

Nathalie Wolgensinger

Gleich drei Bauprojekte sind baureif im 630-Seelen-Dorf Besenbüren. Zwei davon befinden sich im Bereich Hinterdorf, eines in der Widme. Im Hinterdorf werden fünf Mehrfamilienhäuser gebaut, in der Widme sind ein Mehrfamilien- und fünf Einfamilienhäuser geplant. Gemeindeammann Mario Räber sagt: «Wenn die drei Projekte realisiert sind, wird das Dorf auf rund 800 Einwohnende anwachsen.»

Die Bauvorhaben bringen der Gemeinde zwar neue Steuerzahlende, damit verbunden aber auch einige Aufgaben, die gelöst werden müssen, bevor die Neuzuziehenden ihre Wohnungen und Häuser beziehen. Dass die Leitungen im Boden marode sind, ist kein Geheimnis. Gemeindeammann Mario Räber kommentiert: «Einige der Leitungen sind 120 Jahre alt. Nun ist es an der Zeit, sie zu sanieren.»

Die Zentralstrasse wird als Erstes saniert

Bei der Planungen der Arbeiten geht man nun nach Dringlichkeit vor. Anlässlich eines Einwohnerapéros stellte der Gemeinderat letzte Woche die Arbeiten vor, die voraussichtlich in vier Etappen unterteilt werden.

Als Erstes steht die Zentralstrasse auf dem Plan. Die Arbeiten für die dort geplante Überbauung werden bald starten. Auf einer Länge von etwa 250 Metern sollen deshalb die Leitungen saniert und eine Mittelspannungsleitung eingesetzt werden. Räber sagt:

«Wir legen Wert darauf, dass die Elektroinstallationen so angepasst werden, dass sie den künftigen Anforderungen genügen.»
Gemeindeammann Mario Räber zeigt der AZ die Zentralstrasse in Besenbüren, die saniert werden muss.

Gemeindeammann Mario Räber zeigt der AZ die Zentralstrasse in Besenbüren, die saniert werden muss.

Nathalie Wolgensinger

Das erfordert unter anderem auch, dass bei allen vier Projekten zusätzliche Trafostationen realisiert werden. Der Ausbau der Werkleitungen sei auch deshalb notwendig, weil die Löschwasserversorgung damit deutlich verbessert werden könne, so Räber. Den Kredit für die erste Etappe der Strassensanierung beantragt der Gemeinderat an der Sommergmeind. Veranschlagt sind dafür 1,9 Mio. Franken. Baustart soll bereits im Herbst dieses Jahres sein.

Den Steuerfuss will der Gemeinderat nicht erhöhen

In der zweiten Etappe, die für Frühling 2023 vorgesehen ist, soll der Schachenweg saniert werden. Dort wird dann die Überbauung Widme realisiert. Die dritte Etappe konzentriert sich auf die Dorfstrasse, die von der Kegelbahn her bis zur Einmündung in die Kantonsstrasse saniert werden soll. Den Abschluss der Arbeiten macht im Frühling 2024 die vierte Etappe vom Schachenweg bis zur Trafostation Vorderdorf.

Die zweite bis vierte Etappe sind noch nicht bis ins Detail ausgearbeitet. Eine erste Kostenschätzung hätten sie gemacht, und diese habe eine Spanne zwischen 4,5 und 7 Mio. Franken ergeben, so Räber. Die Kosten sind abhängig vom Alter und Zustand der bestehenden Leitungen und dem Umfang der Anpassungen an die bestehende Infrastruktur.

Trotz dieser hohen Investitionen werde der Steuerfuss voraussichtlich nicht steigen, so Räber. Die Gemeinde konnte in den vergangenen Jahren die Schulden tilgen und verfügt damit über Eigenkapital. Gemeindeammann Räber kommentiert:

«Wir werden diese Investitionen mit einem gleichbleibenden Steuerfuss von 113 Prozent stemmen können.»

Ein grosses Anliegen ist dem Ammann, dass es der kleinen Gemeinde gelingt, die neuen Einwohnenden integrieren zu können. Er sagt: «Wir sind eine aktive Gemeinde, bei uns läuft immer was. Aber es braucht alle, die dazu beitragen.»

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