Boxenstopp gibt es jetzt nicht nur für Rennfahrer

Im Restaurant Kartbahn begeistern Schutzmassnahmen die Kunden.

Eddy Schambron
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Tamara Häfliger, stellvertretende Geschäftsführerin Restaurant Kartbahn Wohlen in der neuen gastronomischen Boxengasse.

Tamara Häfliger, stellvertretende Geschäftsführerin Restaurant Kartbahn Wohlen in der neuen gastronomischen Boxengasse.

Bild: zvg

Das kommt bei den Gästen gut an: Das Restaurant Kartbahn Wohlen hat das Corona-Schutzkonzept mit Boxenstopps originell umgesetzt. «Unsere Gäste sind begeistert», sagt die stellvertretende Geschäftsführerin Tamara Häfliger, die anfangs skeptisch war, wie die Idee ankommen würde. Jetzt kann sie sich vorstellen, dass ein Teil der Boxen auch nach der Coronakrise, im Sinne von Erlebnis-Gastronomie, beibehalten wird. Das Schutzkonzept passt auch optisch zur Kartbahn. Die Grafiken sind an das Thema Rennsport angepasst, die Raumtrenner strukturieren das Lokal, ohne es einzuengen.

Realisiert wurden die Schutzmassnahmen zusammen mit den beiden Murianer Unternehmen Schweizermessebau AG und der pbr matic AG. «Die Schutzkonzepte für die Gastronomie haben wir wegen der Coronakrise buchstäblich aus dem Boden gestampft», sagt Beat Schweizer, Geschäftsführer und Inhaber der Schweizermessebau AG. «Dabei wollen wir es nicht einfach bei Plexi­glas-Wändli, die wir auch liefern, bewenden lassen, sondern Schutzmassnahmen gezielt auf das jeweilige Restaurant gestalten und umsetzen. Wir inszenieren und wollen so für die Restaurantbetreiber einen Mehrwert schaffen.» Die Erfahrung kommt aus dem Messebau, der wegen der Coronakrise völlig darniederliegt. «Wir sind nicht nur bei der Umsetzung von Ideen Dienstleister, sondern zeichnen, gestalten und planen auch.»

Die Trennwandsysteme sind modular einsetzbar und können jeden Raum individuell unterteilen. Die Gestaltung wird individuell auf die Bedürfnisse der Kundschaft angepasst. Es seien oft die kleinen Details, die den Unterschied machen, sagt Schweizer. «Und manchmal muss man einem Wirt auch abraten, etwas mit Plexiglas oder Trennwänden zu machen, weil die Atmosphäre eines Lokals zugrunde gehen würde.»

Natürlich machen die Schutzkonzepte für Restaurant, Kantinen oder Mensen den Ausfall beim Messebau für das Murianer Unternehmen nicht wett, bei weitem nicht. «Aber es hilft, die Zeit zu überbrücken und bereit zu sein für den Neustart», unterstreicht Schweizer, dessen Unternehmen 50 Leute beschäftigt, zurzeit auf Kurzarbeit. Die Schweizermessebau AG gestaltet seit 30 Jahren Räume für jeden Anlass – ganz egal ob Grossevent, individueller oder modularer Messestand, Ladenbau oder Showroom.